Wassersport und Haiattacken

Wassersport und Haiattacken – wirklich eine große Gefahr? 

Verständlicherweise löst es ein ungutes Gefühl aus, wenn die Medien gerade dort von Haiattacken auf Schwimmer, Surfer und andere Wassersportler berichten, wo der nächste Urlaub hingehen soll.

Große Schlagzeilen über die Beißkraft, das monströse Gebiss, die Aggressivität und einen regelrechten Rausch, in den Haie angeblich angesichts von menschlichem Blut verfallen, tragen ihren Teil zu Angst und Panik bei.

Natürlich ist unbestritten, dass es Haiattacken gibt, aber diese sind nur selten und noch sehr viel seltener enden sie tödlich.

Damit stellt sich die Frage, wie groß die Gefahr von Haiattacken im Zusammenhang mit Wassersport tatsächlich ist?:

Global Shark Attack File   

Mit dem Global Shark Attack File gibt es eine Datenbank, in der Haiangriffe registriert werden. Seit Beginn der Aufzeichnungen und inklusive aller jemals erfassten Haiangriffe beläuft sich die Anzahl der Daten auf rund 14.500 Einträge und jährlich kommen rund 100 neue Einträge dazu.

Allerdings sollte angesichts dieser Zahlen berücksichtigt werden, dass jeder, der über einen Internetzugang verfügt, die Möglichkeit hat, eine Haiattacke zu melden.

Insofern umfasst die Datenbank zwar tödliche Haiattacken, genauso aber auch nur harmlosere Begegnungen ohne ernsthafte gesundheitliche Folgen und sogar nur gesichtete Haie, deren bloße Anwesenheit schon als Angriff auf die psychische Gesundheit gewertet wird.

Internationale Haiangriffe 

Fakt ist, dass es pro Jahr rund zehn Haiattacken gibt, die tödlich enden. Angesichts der vielen Aktivitäten der Wassersportler, die sich vom Schwimmen und Tauchen über das Surfen bis hin zum Segeln und Angeln erstrecken, ist das Risiko von einem Hai verletzt oder gar getötet zu werden, verschwindend gering.

Insgesamt ist es somit wahrscheinlicher, einen Sechser im Lotto zu haben oder bei einem Flugzeugabsturz ums Leben zu kommen, als Opfer eines Haiangriffs zu werden. Die meisten der erfassten Haiattacken wurden und werden in den USA und hier vor allem in Florida registriert, darauf folgen Australien und Südafrika. In Europa wurden nur sehr wenige Angriffe verzeichnet, die jedoch meist schon mehrere Jahrzehnte alt sind und nicht zu ernsthaften Verletzungen führten.

Aus Deutschland, den Niederlanden und Dänemark gibt es keine Eintragungen.

Allerdings sind es nicht nur reine Zahlen und Daten, die belegen, dass internationale Haiangriffe selten sind. Bis heute gibt es keine Beweise dafür, dass oder weshalb Haie bevorzugt Menschen angreifen sollten.

Einige Haiarten sind zwar in der Lage, Blut im Wasser selbst bei Verdünnungen von mehr als 1:25 Millionen wahrzunehmen, dass dies aber die Angrifflust der Haie weckt, sie anlockt oder gar zu einem unkontrollierbaren Rausch führt, ist eher ein Mythos. Beweise hierfür gibt es ebenso wenig wie für die Theorie, dass Haie Surfer angreifen, weil sie sie mit Robben verwechseln.

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