Infos und Tipps zum Eistauchen

Infos und Tipps zum Eistauchen

Ein Tauchgang unter Wasser gehört zweifelsohne zu den ganz besonderen Erlebnissen und ist eine Erfahrung, die sicher niemand so schnell vergisst.

Die absolute Stille sowie die Bilder, die sich durch das Sonnenlicht ergeben, wenn es durch die glasklare Eisdecke fällt, und die ausgeamteten Luftblasen, die wie flüssiges Metall unter der Eisschicht entlang wandern, machen das Eistauchen so faszinierend, reizvoll und einzigartig.

Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass das Tauchen unter einer geschlossenen Eisdecke auch besondere Gefahren birgt und daher einer entsprechend intensiven Vorbereitung bedarf.

 

Hier die wichtigsten Infos und Tipps zum Eistauchen in der Übersicht:

•        Die Ausrüstung.

Das Wichtigste überhaupt ist eine Tauchausrüstung, die für kaltes Wasser ausgelegt ist. Für die Vorbereitung und nach dem Tauchgang sollten zudem ausreichend warme Kleidung sowie heiße Getränke vorhanden sein.

Um das Loch abzusperren, wird in aller Regel rot-weißes Band aus dem Baumarkt verwendet und zum Öffnen des Eisloches bieten sich eine Säge, eine Hacke, eine Motorsäge und eine Schneeschaufel an.

Ausreichend lange Sicherungsleinen, Brustgurte, Eisnägel sowie eine Leiter, falls jemand einbricht, runden die grundlegende Ausrüstung ab.

•        Der Ablauf.

Der Bereich, in dem die Eisdecke geöffnet wird, wird mit Stangen und Sicherungsband abgesperrt, um zu verhindern, dass jemand versehentlich in das Loch fällt. Die Öffnung für den Einstieg unter die Eisdecke sollte eine Größe von mindestens zwei mal zwei Metern haben.

In aller Regel wird von diesem Loch aus dann in zweier Teams an der Leine getaucht. Möglich ist auch, ein weiteres Loch in etwa 45 Metern Entfernung auszusägen und dazwischen ein Seil zu spannen, allerdings ist dies eine aufwändige und daher eher selten praktizierte Methode.

An der Oberfläche steht ein weiteres Team bereit, das die Taucher durch eine Signalleine sichert und im Ernstfall eingreifen kann. Gerade für Anfänger und Personen ohne gesonderte Eistauchausbildung gilt, dass sie nur mit wirklich erfahrenen Tauchern unter die Eisdecke gehen sollten.

Die maximale Tauchzeit wird meist auf 20 Minuten festgelegt. Wichtig vor dem Abtauchen ist, die Kompasspeilung auf das Ufer einzustellen, damit eine grobe Orientierung sichergestellt ist, falls es zu Leinenproblemen kommen sollte.

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Nach dem Tauchgang ist wichtig, sich schnell umzuziehen und dabei auf sehr warme Kleidung zurückzugreifen. Sofern ein weiterer Tauchgang für den nächsten Tag geplant ist, sollte die Ausrüstung in einen beheizten Raum gebracht werden, denn beim Trocknen im Kofferraum würde sie gefrieren.

Vor dem Verlassen des Tauchplatzes müssen die Einstiegslöcher deutlich sichtbar als Gefahrenbereich gekennzeichnet werden.

Wurden Eisplatten aus dem Loch gesägt, können diese nun auch wieder zurückgeschoben werden, denn dadurch friert das Loch schneller zu.

Hier eine Video-Dokumentation über Eistaucher:

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