Kanu- oder Bootstour auf der Donau

Kanu- oder Bootstour auf der Donau – Tipp für einen Familienausflug 

Eine Tour auf einem Fluss macht nicht nur viel Spaß, sondern ist einmal eine andere Möglichkeit, um eine Gegend zu erkunden. Großartige Panoramaaussichten sind dabei zwar eher die Ausnahme, aber dafür warten mitunter sehr eindrucksvolle Landschaften und es ergeben sich Blickwinkel, die bei einer Tour über Land so nicht möglich wären. 

Gerade für Anfänger und Familien ist jedoch nicht jeder Fluss für eine Tour geeignet. Manche Strecken sind technisch nämlich recht anspruchsvoll, erfordern eine gute Konditionen oder lassen sich nicht mit jedem Wassergefährt befahren.

Zudem ist es nicht überall möglich, die Tour spontan zu unterbrechen, um am Flussufer eine Pause einzulegen oder einen Abstecher an Land zu machen. Aber es gibt auch Strecken, die sogar mit einem behäbigen Schlauchboot prima zu meistern sind und sich hervorragend für einen Familienausflug eignen.

Ein Beispiel für eine solche Strecke ist die Donau zwischen Zwiefaltendorf und Rechtenstein: 

Kanu- oder Bootstour auf der Donau – Tipp für einen Familienausflug

Das Teilstück der Donau zwischen Zwiefaltendorf und Rechtenstein ist rund sechs Kilometer lang. Die Strecke ist abwechslungsreich, führt durch wundervolle Landschaften und eignet sich hervorragend als Tour für Anfänger, für weniger geübte und konditionsstarke Wassersportler oder als Familientour. Bei normalem Wasserstand ist die Strömung gering und die Donau auf der gesamten Strecke breit genug, um bequem rangieren zu können, ohne ständig mit überhängenden Uferbüschen Berührung zu haben. Selbst bei einem niedrigen Wasserstand führt der Fluss auf diesem Teilabschnitt immer genug Wasser, um die Strecke passieren zu können.

Ein notwendiger Ausstieg und ein mühsames Tragen des Bootes sind somit praktisch ausgeschlossen. Große technische Herausforderungen stellt die Strecke nicht. Deshalb kann sie mit einem Kanu oder einem Kajak genauso befahren werden wie mit einem einfachen Schlauchboot. Bei Hochwasser sollten wirkliche Anfänger, Kinder und Nichtschwimmer jedoch einen Ausflug an Land vorziehen, denn vor allem rund ums Rechtensteiner Wehr könnte es dann gefährlich werden.

Dass Kinder und weniger gute Schwimmer immer und unabhängig vom Wasserstand eine Schwimmweste tragen sollten, versteht sich von selbst. Wer möchte, kann die Tour, die rund zwei Stunden dauert, alleine durchführen. Ansonsten gibt es vor Ort mehrere Anbieter, die geführte Touren auf diesem Teilabschnitt der Donau anbieten. 

Die Tour beginnt in Zweifaltendorf.

Die Einstiegsstelle ist direkt an der Donaubrücke bei Kilometer 2639,70 gelegen. Hier stehen Parkplätze zur Verfügung und wer sich vor der Tour noch etwas ausruhen oder stärken möchte, findet Bänke und einen kleinen Grillplatz vor. Außerdem ist eine Toilette vorhanden.

Der Fluss ist an der Einstiegsstelle mühelos zugänglich und das Wasser hier vergleichsweise flach. An Wochenenden mit schönem Sonnenscheinwetter und angenehmen Temperaturen kann es jedoch recht voll sein, denn auch Spaziergänger, Wanderer, Reiter und andere Wassersportler wissen den schönen Flussabschnitt zu schätzen. Die Tour führt nun flussabwärts, mit dem Kirchturm von Zwiefaltendorf im Hintergrund und idyllisch eingebettet zwischen steile Sandböschungen und herrlich grüne Natur.

Im Sommer werden die Bootsfahrer von zahlreichen Libellen begleitet, die mit ihren prächtigen, blaugrün glänzenden Flügeln fast wie Schmetterlinge aussehen. An beiden Flussufern haben immer wieder Biber ihre Spuren hinterlassen. Biber sind seit einiger Zeit hier nämlich wieder heimisch, allerdings braucht es schon ordentlich Glück, um auch ein Tier zu sehen. Bessere Chancen sind da schon bei Grau- und Silberreihern, blauen Eisvögeln und Rotmilanen gegeben. Sie gehören zu den Bewohnern der Uferbereiche und lassen sich auch von einem regeren Bootsverkehr nicht stören. Ist das erste Drittel der Tour geschafft, wechselt das Landschaftsbild ein wenig.

Nun rahmen immer wieder steil abfallende Felsen die Donau ein. Wer sich ein Pause gönnen und sich ein wenig im kühlen Nass erfrischen möchte, kann es den kleinen und großen Bewohnern dieser Region gleichtun. Vor allem die Kids nutzen die natürlichen Sprungbretter sehr gerne, um ins Wasser zu springen und ordentlich zu plantschen.

Ein wenig Aufmerksamkeit sollten Bootfahrer bei Mittenhausen, ungefähr bei Kilometer 2637, an den Tag legen. Da hier eine Viehweide direkt ans Wasser angrenzt, kann es passieren, dass vor allem in der Weidesaison stellenweise Drahtzäune in den Fluss ragen.  

In Rechtenstein endet die Bootsfahrt.

Hinter Mittenhausen, wo sich der Fluss der Zugstrecke nach Ulm annähert, geht es zunächst durch eine Landschaft mit reichhaltiger Ufervegetation. Danach folgt ein Abschnitt mit recht weitläufigen Aussichten. Ursprünglich standen hier dichte Pappelwälder.

Doch ein Sturm vor ein paar Jahren hinterließ große Schneisen und die Natur erholt sich erst langsam wieder von diesem Kahlschlag. Nach einer sanften Rechtskurve trifft die Donau bei Kilometer 2634,66 dann auf die Braunsel. Die Braunsel ist ein nur wenige hundert Meter langer Fluss mit glasklarem Quellwasser. Mit dem Kanu oder Boot darf die Braunsel nicht befahren werden, denn das Gebiet steht unter Naturschutz.

Ein gemütlicher Spaziergang als kleine Verschnaufpause ist aber erlaubt und lohnt sich. Bei der Gelegenheit können dann nämlich auch gleich ein paar Erinnerungsfotos vom Hochwartfelsen gemacht werden, der mit seinem Gipfelkreuz ruhig und erhaben auf die Donau herabblickt. Am rechten Flussufer befindet sich neben der Kiesbank auch eine Badestelle.

Da das Gebiet aber unter Naturschutz steht, ist es nicht mehr gestattet, hier zu baden, zu grillen oder zu zelten. 


Von der Brauselmündung bis zur Ausstiegsstelle ist es nur noch ein kurzes Stück. Am linken Ufer zeigen sich bereits die Kirche und die Burg von Rechtenstein, die aus dem 12. Jahrhundert stammt. Die Ausstiegsstelle selbst ist kurz vor dem Rechtensteiner Wehr bei Kilometer 2634,05 am rechten Flussufer gelegen. Schilder sorgen dafür, dass die Stelle eigentlich nicht zu verpassen ist.

Anders als die Einstiegsstelle ist die Ausstiegsstelle jedoch steiler und deshalb ein wenig schwieriger zu meistern. Wer noch nicht genug hat und seine Kanutour oder Bootsfahrt weiter flussabwärts fortsetzen möchte, muss die Donau kurz verlassen und sein Kanu oder Boot ein Stück tragen. Die Fahrt auf dem Fluss kann nämlich erst nach dem Wehr weitergehen. Das Wehr selbst darf nicht passiert werden, denn vor allem bei höherem Wasserstand wäre dies lebensgefährlich.  

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