Sicherheitstipps zum Kanufahren

Allgemeine Sicherheitstipps beim Kanufahren 

Der Kanusport bietet ein Vielzahl unterschiedlichster Varianten, angefangen vom Erleben einer idyllischen Landschaftskulisse beim ruhigen Befahren von kleinen Flüssen und Seen bis hin zu regelrechten Abenteuern im Wildwasser oder beim Seekajakfahren.

Grundsätzlich setzt das Kanufahren nicht durch die Beherrschung des Bootes aus technischer Sicht sowie einen rücksichts- und respektvollen Umgang mit der Natur voraus, sondern erfordert auch das strikte Einhalten einiger wesentlicher Regeln. 

Dabei birgt das Kanufahren prinzipiell nicht mehr Gefahren und Risiken als andere Sportarten auch, vor allem dann nicht, wenn die wichtigsten Punkte schon im Vorfeld beachtet werden.

Hierzu gehört eine sorgfältige Planung der Fahrt, die die Besonderheiten der Route und der Gewässer berücksichtigt, die Wahl eines geeigneten Kanus inklusive erforderlicher Ausrüstung sowie eine realistische Einschätzung der Kondition, der Erfahrung sowie der praktischen Kenntnisse und Fähigkeiten.

Hier eine Übersicht über die wichtigsten allgemeinen Sicherheitstipps beim Kanufahren im Einzelnen:

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Vor Beginn der Fahrt sollten Erkundigungen über die Route und das befahrene Gewässer eingeholt werden. Dies bezieht sich insbesondere auf die Wasserstände, Wehre sowie auf die Wetterlage während der Fahrt. Bei Hochwasser sollte die Tour grundsätzlich verschoben werden.

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Insbesondere Anfänger sollten nicht alleine, sondern nur in Gruppen fahren. Geübtere Kanuten, die alleine fahren oder trainieren möchten, sollten immer jemanden darüber informieren, wohin die Tour führt und wie lange sie andauern soll.

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Wehre, Elektrizitätswerke und Stauanlagen sollten immer weiträumig umtragen werden, da in diesen Arealen sehr oft Lebensgefahr besteht. Gleiches gilt bei unübersichtlichen Flussstrecken. Bei Unsicherheit oder Müdigkeit ist es zudem immer sinnvoller, an Land zu gehen, eine Pause einzulegen und an anderer Stelle oder nach einer Ruhephase weiterzupaddeln, als unnötige Risiken einzugehen.

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Insbesondere zu Motorschiffen und Segelfahrzeugen, aber auch zu anderen Wasserbenutzern muss ein ausreichend großer Abstand eingehalten werden. Kanus sind von einem Schiffsführer häufig nur schlecht zu sehen und zudem fast immer ausweichpflichtig.

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Beim Befahren von Schifffahrtsstraßen und Kanälen müssen die geltenden Verordnungen für Binnenschifffahrtsstraßen und Seeschifffahrtsstraßen beachtet werden. Sie enthalten Regeln, die für alle Wasserfahrzeuge verbindlich gelten.

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Boote mit Auftriebskörpern sollten unsinkbar gemacht werden. Zudem sollten eine Schwimmweste und auf Großgewässern eine ohnmachtsichere Schwimmweste sowie ein Kopfschutz getragen werden. Für Fahrten im Wildwasser empfiehlt sich ein Kälteschutzanzug und im Ernstfall erweist sich ein Päckchen mit Verbandsmaterial als äußerst hilfreich.

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Generell bergen Wildwasser und Küstengewässer besondere Gefahren. Daher sollten solche Gewässer nur von geübten Paddlern und mit spezieller Ausrüstung befahren werden, idealerweise unter ortskundiger Führung und sachkundiger Anleitung.

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