Kajakfahren – Infos und Tipps für Einsteiger, 1. Teil

Kajakfahren – Infos und Tipps für Einsteiger, 1. Teil

Kajakfahren kann eine tolle Freizeitbeschäftigung sein. Einen Ausflug in die Natur kann es prima abrunden, weil es einen ganz neuen Blickwinkel auf die Landschaft eröffnet und eine spannende Alternative zu den sonst üblichen Fortbewegungsmitteln ist. Genauso kann das Kajakfahren aber auch als Wassersport betrieben werden.

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Kajakfahren - Infos und Tipps für Einsteiger, 1. Teil

Doch was wird benötigt und wie klappt der Anfang? In einem zweiteiligen Beitrag haben wir Infos und Tipps für Einsteiger zusammengestellt!:

Was genau ist ein Kajak eigentlich?

Der Ursprung des Kajaks liegt in der Jagd. Der grönländische Name lautet „Qajaq“ und die Inuit nutzten die kleinen Boote, um sich vom Wasser aus an ihre Beute heranzupirschen. Aus diesem Grund sind Kajaks sehr wendig konstruiert.

Früher wurden sie aus Holz, Walknochen oder Tierhäuten gefertigt. Heute bestehen Kajaks aus Fiberglas, Kunststoff oder Holz. Auch Varianten zum Aufblasen sind erhältlich.

Beim Kajak ist wichtig, fest darin zu sitzen. Es gibt nur eine Luke für den Einstieg, alles andere ist geschlossen. Außerdem ist beim Kajak fahren ein Doppelpaddel im Einsatz.

Das Paddel ist gleichzeitig einer der wesentlichen Unterschiede zum Kanu. Denn Kanuten verwenden ein einseitiges Paddel, das auch Stechpaddel genannt wird. Kajakfahrer hingegen nutzen ein Paddel, bei dem sich an beiden Enden der Stange je ein Paddelblatt befindet. Die Paddelblätter sind im 90-Grad-Winkel zueinander ausgerichtet.

Im Vergleich zu Kanus sind Kajaks außerdem schmaler und flacher. Dadurch sind sie nicht so schwerfällig. Allerdings sind Kanus gerade am Anfang etwas leichter zu beherrschen. Und weil sie mehr Platz bieten, eignen sie sich für Ausflüge mit Gepäck besser.

Als dritte Variante gibt es übrigens noch den Kanadier. Dabei handelt es sich um ein Kanu, das die Ureinwohner Nordamerikas ursprünglich für die Jagd und den Transport verwendet haben. Im Unterschied zum Kajak und Kanu wird ein Kanadier meist im Knien gefahren.

Die Ausrüstung fürs Kajakfahren

Auch wenn ein Kanu anfangs vielleicht etwas einfacher zu handhaben ist, lässt sich auch das Kajakfahren schnell und einfach erlernen. Bevor es losgehen kann, muss aber zunächst einmal die richtige Ausrüstung her.

Das Herzstück der Ausstattung ist das Kajak selbst. Dabei ist ratsam, zunächst einmal verschiedene Modelle auszuprobieren. An Ausflugszielen lassen sich Kajaks ausleihen und auch Vereine bieten an Schnuppertagen oft die Möglichkeit, Kajaks zu testen.

Sport- und Outdoorgeschäfte ermöglichen ebenfalls Probefahrten. Welches Boot die richtige Wahl ist, hängt von den geplanten Aktivitäten ab. Für ausgiebige Touren bietet sich ein längeres Kajak mit mehr Stauraum an, während es für kurze und abenteuerreiche Fahrten zum Beispiel im Wildwasser lieber ein kurzes und wendiges Kajak sein sollte.

Neben dem Kajak gehören folgende Dinge zur Grundausstattung:

  • Paddel: Die Länge des Paddels muss zur Körpergröße passen. Außerdem sollte das Paddel gut in der Hand liegen und bequem zu handhaben sein. Ratsam ist, sich im Fachhandel beraten zu lassen.
  • Spritzdecke: Sie deckt den Kajakfahrer und das Boot ab.
  • Schwimmweste: Im Fachhandel sind spezielle Westen erhältlich, die sich fürs Paddeln eignen. Für ein bequemes Sitzen im Boot ist die Bauchfreiheit wichtig. Außerdem muss die Armfreiheit passen, damit bequem gepaddelt werden kann.
  • Neoprenanzug: Beim Kajakfahren gehört es durchaus dazu, auch mal im Wasser zu landen und sich mittels Eskimorolle wieder aufrichten zu müssen. Ein Neoprenanzug leistet gute Dienste, vor allem bei etwas kühlerer Witterung.
  • Helm: Er wird nur für Fahrten in wilderen Gewässern benötigt.
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Das richtige Einsteigen ins Kajak

Ins Kajak einzusteigen, bleibt auch für erfahrenere Fahrer eine Herausforderung. Am einfachsten ist, vom Ufer aus ins Boot zu steigen. Dafür das Kajak mit der vorderen Hälfte ins Wasser schieben und so einen Schritt über das Boot machen, dass es zwischen den Beinen liegt.

Anschließend hinsetzen und mit dem Paddel vom Ufer abstoßen, um ins Wasser zu rutschen. Besteht das Kajak aus einem kratzempfindlichen Material, ist es besser, das Boot vor dem Einsteigen ganz zu Wasser zu lassen und eben die nassen Füße in Kauf zu nehmen.

Bei einem sehr steilen Ufer erfolgt der Einstieg ins Kajak wie von einem Anleger aus. Dazu die seichteste Stelle des Ufers aussuchen und das Boot parallel zum Ufer ins Wasser setzen. Nun in die Hocke gehen und langsam ins Kajak hinuntergleiten. Um sich selbst zu stabilisieren, hilft es, das Paddel halb aufs Kajak und halb aufs Ufer zu legen.

Das Aussteigen aus dem Kajak funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Nur muss der Kanufahrer die beschriebenen Abläufe rückwärts denken.

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Hier schreiben Gerry Maissen, - Tauchlehrer und Wassersportler, Nadine Schumann, - Kanu und Kayak Sportlerin, die viel auf Reisen ist, Herbert Motzki - Geschäftsführer einer Bootbau- und Handelsfirma und das gesamte Team Familienunternehmen Artdefects Media, Betreiber und Redakteure dieser Webseite. Boots- & Yachtbesitzer, sämtliche Wassersportarten-Nutzer an allen Küsten der Türkei und Mittelmeer. Wir möchten Wissenswertes zum Wassersport, schönen Reisezielen und Tauchgebieten, sowie Technisches und Anforderungen für jegliche Schifffahrt vermitteln.

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