Unterschiede Kayak, Kanu und Kanadier

Die Unterschiede zwischen Kanu, Kajak und Kanadier in der kompakten Übersicht 

Dass es im Wassersport unterschiedliche Bootsklassen gibt, ist sicherlich allgemein bekannt. Nun werden aber gerade Begriffe wie Kanu, Kajak und Kanadier insbesondere von Laien häufig in einem Atemzug genannt und nur wenige kennen die Unterschiede.

Um aber auch weniger versierten Wassersportbegeisterten die Möglichkeit zu geben, künftig mitzusprechen.

 

Hier die Unterschiede zwischen Kanu, Kajak und
Kanadier in der kompakten Übersicht:

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Die Bezeichnung Kanu wird im deutschsprachigen Raum als Oberbegriff für alle solche Wassersportgeräte verwendet, die durch Muskelkraft und dabei mithilfe von Paddeln bewegt werden.

Die beiden wichtigsten Gattungen, die in die Gruppe der Kanus gehören, sind dabei das Kajak und der Kanadier. Die ersten Ur-Kanus gab es vor etwa 6000 Jahren, belegt durch Funde in Schottland und am Euphrat.

Allerdings handelt es sich bei diesen Funden nicht um direkte Vorläufer der heutigen Kanus. Diese entstanden vielmehr durch Weiterentwicklungen der Fellboote der Inuit und der Rindenboote der nordamerikanischen Indianer, sie seinerzeit aus Tierhaut und Knochen sowie aus Birkenrinde oder Holz bestanden.

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Kajaks sind Kanus, die oben geschlossen sind und über nur ein Einstiegsloch, die sogenannte Sitzluke, verfügen. Das Bootsinnere ist durch eine Abdeckung geschützt. Während der Fahrt sitzt der Kanute in Fahrtrichtung und bewegt sein Kajak mithilfe eines Doppelpaddels. Neben der Variante für eine Person gibt es Kajaks auch für zwei oder vier Insassen.

Bei Wettkämpfen, die als Wettkämpfe für Männer und Frauen stattfinden, werden meist 200, 500 oder 1000 Meter lange Strecken gefahren, in Deutschland gibt es außerdem auch Langstreckenfahrten. Als Erfinder des Kajaks gelten die Inuit, die es als schnelles, wendiges Boot für die Jagd entwickelten. Dazu stellten sie einen Rahmen aus Knochen und Holz her und bespannten diesen mit Tierfellen.

Diese traditionelle Bauweise wird vor allem in Grönland bis heute angewendet, allerdings werden die Tierhäute meist durch imprägnierte Leinwände ersetzt. An der Form lässt sich zudem auf die Herkunft schließen. Während Kajaks in Grönland eher lang und schmal gebaut werden, sind Kajas aus Alaska kürzer und breiter. Die oben offene Variante des Kajaks, die als Frauenboot eingesetzt wurde, wird als Umiak bezeichnet.

Übrigens ist auch die Kenterrolle, die ein schnelles Aufrichten nach einer Kenterung ermöglicht und auch als Eskimorolle bekannt ist, ebenfalls eine Erfindung der Inuit.

Kanadier

Kanadier sind in aller Regel oben offene Kanus, wobei bei Wettkämpfen zuweilen auch Boote mit Abdeckung verwendet werden.

Kanadier werden meist kniend gefahren und mit einem Stechpaddel, das nur eine breite, ins Wasser eintauchende Fläche hat, betrieben.

Ursprünglich wurden Kanadier von den Indianern Nordamerikas benutzt, um sich in den dicht bewaldeten und unwegsamen Gebieten fortbewegen zu können. Später griffen auch Voyageure auf Kanadier zurück, um im Zuge des Pelzhandels viel Gepäck auf langen Strecken transportieren zu können.

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