Beiboote und Rettungsboote

Beiboote und Rettungsboote 

Die Bezeichnung Beiboot meint ein Boot, das im Regelfall alle größeren Wasserfahrzeuge mit sich führen. Dabei werden Beiboote eingesetzt, um die Schiffsbesatzung und Passagiere an oder von Bord zu bringen oder um Güter zu transportieren, daneben finden Beiboote beim Einholen des Ankers sowie als Rettungsboote im Fall von Seenot Verwendung.

In den meisten Fällen befinden sich Beiboote an Deck und sind häufig längs der Bordwand an Davits angebracht.

Üblicherweise handelt es sich dabei um stählerne Schwerkraftdavits, die hängend besetzt und durch Anheben der Bremse zu Wasser gelassen werden können. Daneben können Beiboote auch geschleppt oder direkt auf Deck verzurrt mitgeführt werden, allerdings ergibt sich hier der Nachteil, dass der Aufwand größer ist, wenn das Boot zu Wasser gelassen wird.

Hier eine Übersicht über die verschiedenen, heute gebräuchlichen Arten von Beibooten und deren Bezeichnungen:

•        Dingi.

Hierbei handelt es sich um ein sehr kleines Boot, das von einer einzelnen Person betrieben werden kann. Als Beiboote kommen Dingis sehr oft in Form von Schlauchbooten zum Einsatz, der Antrieb erfolgt per Außenbordmotor oder Riemen.

•        Gig.

Die Gig ist ein Ruderboot in leichter, schlanker, geklinkerter Bauweise. Die Riemen der Gigs waren im Regelfall länger als die Riemen anderer Beiboote, was dazu führte, dass gute Ruderer in kurzer Zeit hohe Geschwindigkeiten erreichen konnten.

Auf Handels- und Kriegsschiffen war die Gig meist dem Kapitän oder dem Kommandanten vorbehalten, weshalb auch die Bezeichnung Kapitänsgig gebräuchlich war. Durch die Verbreitung von motorisierten Beibooten haben Gigs als Beiboote jedoch mittlerweile an Bedeutung verloren.

 

•        Rettungsboot.

Ein Rettungsboot dient dem Namen folgend in erster Linie zur Rettung von Passagieren und Besatzung im Fall von Seenot. Während früher meist Ruderboote aus Holz zum Einsatz kamen, werden heute in der Regel motorisierte Boote mit Strahl- oder Schraubenantrieb eingesetzt, beispielsweise in Form von Freifallrettungsbooten.

Insbesondere in der Berufsschifffahrt müssen Rettungsboote vorgeschriebenen Bauarten entsprechen, die in erster Linie Masse und Abmessungen festlegen, wobei zwischen Rettungsbooten für Fracht- und für Tankschiffe unterschieden wird.

•        Tenderboot.

Dieses Beiboot dient in erster Linie dem Übersetzen von Passagieren an und von Bord und Land.

•        Tochterboot.

Ein Tochterboot zeichnet sich dadurch aus, dass es das Mutterschiff eigenständig verlassen und auch wieder hineinfahren kann. Es kommt beispielsweise dann zum Einsatz, wenn Gebiete angefahren werden müssen, deren Wassertiefe für das Hauptschiff nicht ausreicht.

•        Moses

Moses ist die Bezeichnung für das Beiboot einer Yacht.

Hier ein Video-Beispiel moderner Rettungsboote von Kreuzfahrtschiffen:

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Thema: Übersicht Rettungsboote und Beiboote  

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