Formentera im Portrait

Formentera im Portrait

Formentera gilt als eines der letzten Paradiese im Mittelmeer. Während die Schwesterinsel Ibiza inzwischen vor allem für den Party-Lifestyle steht, geht es auf Formentera weit ruhiger zu. Es ist ursprünglicher und nicht so vom Massentourismus geprägt. Dazu kommen die grandiosen Strände, das klare Wasser und die hübschen Pinienwälder, die die Baleareninsel eben zu einem Urlaubsparadies machen.

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Formentera im Portrait

Wir stellen Formentera im Portrait vor!:

Ein paar Eckdaten zu Formentera

Mit einer Fläche von rund 83 Quadratkilometern ist Formentera die kleinste Insel der Balearen. Südlich von Ibiza gelegen, gilt das Eiland aber erst seit den 1980er-Jahren als Urlaubsparadies.

Ursprünglich war Formentara ein Geheimtipp unter Hippies und Aussteigern. Sie waren auch diejenigen, die sich fernab von Menschenmassen hier niederließen. Als die ersten Hippies die Insel für sich entdeckten, gab es gar nichts auf Formentera, auch keinen Strom. Deshalb bewohnten sie zum Teil Höhlen und bauten an, was sie zum Leben brauchten.

Inzwischen ist Formentera natürlich erschlossen. Trotzdem beeinflussen die Hippies nach wie vor das Inselleben. So findet zum Beispiel immer mittwochs und sonntags am Nachmittag in El Pilar ein Hippiemarkt statt. Besucher können Livemusik hören, Künstlern bei der Fertigung von kunsthandwerklichen Souvenirs zuschauen oder bei einem Bummel durch die Gassen der Stadt einfach die Seele baumeln lassen.

Generell geht es auf Formentera ruhig und gelassen zu. Wer hierher kommt, möchte keine Party und kein hektisches Treiben. Im Vordergrund stehen vielmehr Entspannung, Tauchen und Schnorcheln, ausgiebige Sonnenbäder, Wandern, Fahrradtouren und gutes Essen.

Auf Formentera herrscht ein gemäßigtes subtropisches Klima. Es ist angenehm warm und regnet wenig. Perfektes Badewetter gibt es von Juni bis September, doch selbst im Winter fällt das Thermometer nur selten unter die 10-Grad-Marke.

Übrigens:

Seit 2016 wird auf allen Baleareninseln eine Tourismussteuer erhoben, so auch auf Formentera. Je nach Unterkunft beträgt sie zwischen 50 Cent und 2 Euro pro Übernachtung. Meist ist die Abgabe nicht im Reisepreis enthalten, sondern muss vor Ort im Hotel bezahlt werden.

Die Anreise nach Formentera

Wie es sich für eine paradiesische und beschauliche Insel gehört, verfügt Formentera über keinen eigenen Flughafen. Die Anreise erfolgt stattdessen über Ibiza. Die Schwesterinsel wird von verschiedenen Fluglinien von Deutschland aus direkt angeflogen.

Auf Ibiza gelandet, geht es per Taxi oder Bus zum Hafen und anschließend mit der Fähre nach Formentera. Die Überfahrt dauert rund eine halbe Stunde. Fährverbindungen gibt es täglich mehrere und die Fähren legen in La Savina im Norden der Insel an.

Auf der Insel kann auf einen Mietwagen eigentlich verzichtet werden. Denn die Abstände sind nicht besonders groß. Deshalb bieten sich Fahrräder an, um die Gegend zu erkunden. Möchte der Besucher doch einmal eine längere Tour machen, kann er sich einen Motorroller ausleihen oder mit dem Bus fahren.

Die Unterkünfte auf Formentera

Obwohl der Massentourismus auch auf Formentera angekommen ist, konnte sich die Insel viel von ihrem ursprünglichen Charme und der beschaulichen Natur bewahren. Ein Grund hierfür ist, dass die Strände nicht mit Bettenburgen zugekleistert wurden.

Stattdessen konzentriert sich die touristische Infrastruktur hauptsächlich auf den Ort Es Pujols im Norden. Neben Hotels und Appartementhäusern finden sich hier zahlreiche Restaurants, Cafés, Clubs und Geschäfte. Zusätzlich gibt es noch ein paar Ferienanlagen in Playa de Mitjorn.

Ein anderer Grund ist, dass die Anzahl der Unterkünfte auf Formentera begrenzt ist. Obwohl die Hotels, Ferienwohnungen und Gästezimmer im Sommer fast immer komplett ausgebucht sind, nimmt der Tourismus dadurch nicht alles in Beschlag.

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Die schönsten Strände auf Formentera

Formentera ist für seine wunderschönen Strände bekannt. Der helle Sand und das glasklare Wasser, das in den verschiedensten Farben von Türkis bis Dunkelblau schimmert, lassen echtes Karibikfeeling aufkommen. Und obwohl die Insel vergleichsweise klein ist, ist die Auswahl an Stränden riesengroß.

Grundsätzlich gliedert sich Formentera in vier Teile. Am dichtesten besiedelt ist der Norden. Hier findet sich neben La Savina mit dem Hafen und dem einzigen echten Touristenort Es Pujols auch Sant Francesc Xavier. Sant Francesc Xavier ist der größte Ort auf der Insel und zugleich der Verwaltungssitz.

Es Pujols hat einen schönen Strand, der von den Hotels aus nur einen Katzensprung entfernt ist. Durch die touristische Infrastruktur mit Geschäften, Bars und Restaurants ist alles vorhanden, was es für einen entspannten Urlaubstag am Meer braucht. Am Strand gibt es ein Wassersportzentrum.

Wer sich auf einem Jetski, Wasserskiern, einem Katamaran, dem Surfbrett oder im Kajak austoben möchte, kommt am Playa Es Pujols auf seine Kosten. Vor allem in der Hauptsaison ist der feine Sandstrand aber oft überfüllt.

Zwischen La Savina und Es Pujols gibt es zwei Binnenseen mit Salinen. Nach einem Spaziergang durch die Salinen kommt der Urlauber an den Strandabschnitt Playa Tanga. Der herrliche Strand lädt zum gemütlichen Sonnenbaden ein. Außerdem gibt es hier ein Restaurant, das für seine köstlichen Kuchen bekannt ist.

Im Nordwesten von Es Pujols beginnt eine unbewohnte Landzunge mit Dünen, die zunehmend schmaler wird und von hellen Sandstränden umgeben ist. Der bekannteste Strandabschnitt davon ist der Playa de Ses Illetes. Feiner, weißer Sand und türkisfarbenes Wasser sorgen für einen echten Traumstrand.

Die herrliche Kulisse lockt übrigens neben Tagesausflüglern aus Ibiza regelmäßig auch Promis an. Vom spanischen König bis hin zu Hollywood-Größen ankern die verschiedensten Stars mit ihren Luxusyachten vor der Küste, genießen den Anblick oder lassen sich in den edlen Restaurants kulinarisch verwöhnen.

Den Mittelteil von Formentera bildet eine Landzunge, die sechs Kilometer lang und nicht breiter als anderthalb Kilometer ist. An der Südseite wartet mit dem Playa de Mitjorn der längste und definitiv einer der schönsten Strände der Insel. Schneeweißer Sand und glasklares Wasser in den verschiedensten Blautönen schaffen eine Kulisse wie im Bilderbuch.

Nach Süden hin wird die Besiedelung immer spärlicher. Das Bild ist ländlich geprägt und es gibt mehrere Hochflächen. Sowohl im Süden als auch im Osten Formenteras sind die Küsten Felsküsten. Sehenswert sind der mittelalterliche Wachturm am südlichsten Ende der Insel, der Ort El Pilar mit seinem Hippiemarkt und der Leuchtturm ganz im Osten, der einen weiten Panoramablick über das Meer ermöglicht.

Obwohl die Felsküsten teils steil abfallen, finden sich dazwischen immer wieder kleine, romantische Badebuchten mit Sandstrand. Vom Wasser aus kann der Besucher außerdem die versteckten Höhlen und Grotten in den Felswänden erkunden.

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Hier schreiben Gerry Maissen, 37 Jahre alt, Tauchlehrer und Wassersportler, Nadine Schumann, geboren 1989, Kanu und Kayak Sportlerin, die viel auf Reisen ist, sowie Herbert Motzki 54 Jahre, Geschäftsführer einer Bootbau- und Handelsfirma und Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes zum Wassersport, schönen Reisezielen und Tauchgebieten, sowie Technisches und Anforderungen für jegliche Schifffahrt vermitteln.

Ein Gedanke zu „Formentera im Portrait“

  1. Statt Ibiza reisen wir nächstes Mal nach Formentera.
    Nach mehreren Empfehlungen aus familiärem Kreise und eingängiger Untersuchung (Google Street View ist ein Segen!) haben meine Frau und ich beschlossen, der Insel mal einen Besuch abzustatten.
    Hauptgrund ist dafür übrigens – wie in diesem Artikel richtig dargestellt – die starke Popularität Ibiza’s bei den Touristen.

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