Reisen mit der Autofähre – Infos und Tipps

Reisen mit der Autofähre – Infos und Tipps

Wenn es in den Urlaub geht, muss es nicht immer nur der Flieger sein. Stattdessen kann die Anreise auch mit dem eigenen Fahrzeug erfolgen. Dadurch ist der Urlauber ungebunden und kann den Verlauf seiner Reise individuell planen.

Schon unterwegs kann er Zwischenstopps an interessanten Orten einlegen, vor Ort bequem die Gegend erkunden und jederzeit weiterziehen. Dabei kann auch die Fahrt mit einer Autofähre zur Urlaubstour dazugehören, etwa wenn es auf eine Insel geht oder wenn der Weg übers Wasser eine schöne Alternative zum Landweg ist.

Damit die Fahrt entspannt abläuft und der Urlauber die Zeit auf der Fähre genießen kann, sollten aber ein paar Dinge beachtet werden.

 

Der folgende Beitrag fasst die wichtigsten Infos und Tipps rund um Reisen mit der Autofähre zusammen:

 

Reisen mit der Autofähre – ein paar grundlegende Infos

Manche Fahrten mit der Autofähre dauern gerade einmal zwei Stunden, andere Fahrten sind fast schon eine Minikreuzfahrt. Manchmal bleibt während der Überfahrt gerade genug Zeit, um gemütlich eine Tasse Kaffee zu trinken, in anderen Fällen wird die Autofähre zum fahrenden Hotel und der Urlauber übernachtet in einer Kabine an Bord. Je nach Strecke und Reederei fällt dann auch das Programm an Bord recht unterschiedlich aus. So gibt es bei kurzen Fahrten oft nur ein Restaurant, während auf längeren Fährverbindungen ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm angeboten wird.

Steht die Route fest, sollte der Urlauber verschiedene Angebote miteinander vergleichen. Für die meisten Strecken gibt es nämlich verschiedene Fährverbindungen. Sie unterscheiden sich nicht nur im Hinblick auf die Fahrzeit und die Abfahrtszeiten, sondern können auch in Sachen Preis voneinander abweichen.

Im Internet gibt es mehrere Vergleichsportale, über die Fährverbindungen zum jeweiligen Ziel gesucht und auch gleich gebucht werden können. Ist der Urlauber Mitglied in einem Automobilclub, kann sich auch ein Blick auf dessen Webseite lohnen.

Denn die Automobilclubs testen regelmäßig die Sicherheit und den Komfort von Autofähren verschiedener Reedereien und veröffentlichen entsprechende Testberichte. Außerdem profitieren Mitglieder der Automobilclubs oft von Rabatten bei der Buchung einer Fährverbindung.

Übrigens: Die Bezeichnung Autofähre ist vielleicht ein wenig irreführend. Autofähren transportieren nämlich nicht nur Autos und deren Insassen. Auch Motorräder und Wohnmobile dürfen auf eine Autofähre.

 

Reisen mit der Autofähre – Tipps für eine erholsame Überfahrt

Eine kurze Überfahrt mit der Autofähre ist sicherlich nicht allzu spektakulär. Im Unterschied dazu kann eine längere Fahrt mit einer großen Autofähre aber ein wirklich beeindruckendes Erlebnis sein.

Ähnlich wie bei einer Kreuzfahrt kann der Urlauber hier nämlich über die Decks schlendern, etwas essen gehen, sich ein Bühnenprogramm anschauen, die Geschäfte erkunden oder es sich in seiner Kabine gemütlich machen.

Doch unabhängig davon, ob es sich um eine kürzere oder eine lange Überfahrt handelt, sollten ein paar Tipps beachtet werden, damit alles reibungslos klappt und die Reise ein voller Erfolg wird:

 

Rechtzeitig buchen.

Natürlich kann der Urlauber auf gut Glück zum Hafen fahren und sich vor Ort erkundigen, wann die nächste Fähre geht. Besonders in der Hauptreisezeit kann es aber durchaus sein, dass alle Fährverbindungen ausgebucht sind und der Urlauber so schnell keinen Platz bekommt. Besser ist deshalb, die Fahrt mit der Autofähre möglichst frühzeitig zu buchen.

So kann der Urlauber verschiedene Fährverbindungen miteinander vergleichen und muss sich vor Ort nicht mehr um die Tickets kümmern. Zudem kann er bei einer frühen Buchung mitunter von Preisnachlässen profitieren. Eine Vorabbuchung ist auch dann unbedingt zu empfehlen, wenn der Hund mit in den Urlaub fährt.

Je nach Reederei ist die Anzahl der Haustiere, die mit an Bord gehen dürfen, nämlich begrenzt oder es müssen bestimmte Transportvorkehrungen wie beispielsweise eine geeignete Transportbox vorhanden sein.

 

Lieber unter der Woche fahren.

An Wochenenden sind die Autofähren oft stärker ausgelastet als unter der Woche. Zudem sind Überfahrten an Wochenenden meist etwas teurer. Wenn es sich einrichten lässt, sollte sich der Urlauber deshalb lieber für eine Fahrt unter der Woche entscheiden.

 

Auf korrekte Buchungsdaten achten.

Sehr wichtig ist, dass der Urlauber bei der Buchung der Fahrt auf die richtigen Fahrzeugabmessungen achtet. Neben der Bezeichnung seines Fahrzeugs und den normalen Eckdaten sollte er dabei vor allem an den Fahrradträger, die Dachbox oder sonstige Anbauten denken, die er im Alltag vielleicht nicht an seinem Fahrzeug hat. Stimmen die Buchungsdaten mit dem tatsächlichen Fahrzeug nicht überein, kann es nämlich Probleme beim Einchecken geben.

 

Die Anreise zur Fähre großzügig planen.

Der Urlauber sollte die Anreise mit einem ausreichend großen Zeitpuffer planen, damit er die Autofähre auch dann noch rechtzeitig erreicht, wenn er unterwegs im Stau feststeckt oder sich verfährt. Was rechtzeitig ist, hängt von der Reederei ab. Meistens wird die Abfertigung der Fahrzeuge und Fahrgäste 15 Minuten vor der geplanten Abfahrtszeit beendet.

Auf diese Weise ist sichergestellt, dass alle Fahrgäste genug Zeit haben, um die Fahrzeugsdecks zu verlassen, und die Fähre planmäßig ablegen kann. Ein gebuchtes Ticket ist meist nur für die jeweilige Überfahrt gültig.

Verpasst der Urlauber die Fähre, verliert er somit nicht nur wertvolle Urlaubszeit, sondern muss schlimmstenfalls auch noch ein zweites Ticket für die neue Fährverbindung kaufen.

Hinzu kommt, dass eine Autofähre immer ein Stück weit von den Witterungsbedingungen abhängig ist. Bei Ebbe oder Sturm beispielsweise kann es sein, dass die Abfahrt kurzfristig vorverlegt oder nach hinten verschoben wird. Deshalb sollte der Urlauber lieber etwas zu früh als zu spät da sein.

An den Häfen gibt es verschiedene Möglichkeiten, um sich die Zeit zu vertreiben. So kann der Urlauber etwas essen gehen oder einen Spaziergang machen. Oft stehen auch Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung.

 

Das Handgepäck nicht vergessen.

Der Urlauber sollte alle Dinge, die er während der Überfahrt braucht, in eine Tasche packen. Diese Tasche kann er als Handgepäck mit an Bord nehmen. Die Fahrzeugdecks bleiben während der Überfahrt nämlich in aller Regel geschlossen.

Sie dürfen erst dann betreten werden, wenn die Fähre anlegt und die Fahrgäste samt Fahrzeug das Schiff wieder verlassen. Der Urlauber kann während der Fahrt also nicht zu seinem Fahrzeug gehen, um etwas zu holen.

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Redakteure

Hier schreiben Gerry Maissen, 37 Jahre alt, Tauchlehrer und Wassersportler, Nadine Schumann, geboren 1989, Kanu und Kayak Sportlerin, die viel auf Reisen ist, sowie Herbert Motzki 54 Jahre, Geschäftsführer einer Bootbau- und Handelsfirma. Wir möchten Wissenswertes zum Wassersport, schönen Reisezielen und Tauchgebieten, sowie Technisches und Anforderungen für jegliche Schifffahrt vermitteln.

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