Kreuzfahrt und Tauchurlaub kombinieren

Kreuzfahrt und Tauchurlaub kombinieren – Tipps für Reiseziele 

Auf den ersten Blick scheint die Kombination aus Kreuzfahrt und Tauchurlaub nicht so richtig zusammenzupassen.

Das Image von Kreuzfahrten hat sich zwar gewandelt und heute denken viele nicht mehr automatisch an ein eher älteres, gut betuchtes Publikum, das bei einem niveauvollen Unterhaltungsprogramm und allerlei kulinarischen Köstlichkeiten die Zeit auf dem Luxusliner genießt. 

Aber Kreuzfahrten zeichnen sich nun einmal dadurch aus, dass sie die Reise auf den Meeren dieser Welt mit interessanten Häfen und spannenden, erlebnisreichen Landgängen verbinden. Im Unterschied dazu steht bei einem Tauchurlaub die Welt unter Wasser im Vordergrund.

Andererseits passt die Kombination aus Kreuzfahrt und Tauchurlaub doch wieder recht gut zusammen. Schließlich steuern Kreuzfahrtschiffe nahezu alle Regionen weltweit an und laufen in Festlandhäfen ein oder ankern vor Inseln. Während das Schiff unterwegs ist, kann der Kreuzfahrer die Zeit an Bord genießen, sich verwöhnen lassen und seine Energiereserven aufladen.

Liegt das Schiff im Hafen, ist der Weg zum Strand oder zum nächsten Tauchspot nicht mehr weit, so dass der Taucher seine Erkundungstour durch die Unterwasserwelt beginnen kann. Auf genau dieser Idee basieren die sportlichen Schiffsreisen, die immer häufiger angeboten werden. Die Routen führen zu den schönsten Tauchspots weltweit und kombinieren so die spannende Tauchreise mit den Annehmlichkeiten einer Kreuzfahrt.

Ein paar Tipps für Reiseziele, die sich ideal eignen, um eine Kreuzfahrt mit einem Tauchurlaub zu kombinieren, stellt die folgende Übersicht vor: 

Aruba

Die Insel Aruba gehört zu den drei ABC-Inseln und liegt etwa 30 Kilometer von Venezuela entfernt. Auf die Gäste wartet die typische Traumurlaub-Postkartenkulisse mit einem feinen Sandstrand und smaragdfarben schimmernden Wasser. Die Wassertemperatur liegt ganzjährig bei gut 28 Grad Celsius, so dass die Bedingungen für einen Tauchgang jederzeit sehr angenehm sind. Zu den Highlight für Taucher gehört das Wrack des 120 Meter langen Frachters Antilla.

1940 wurde das Schiff von der eigenen Mannschaft versenkt und liegt, infolge einer Explosion in zwei Teile zerbrochen, in einer Tiefe von etwa 18 Metern. Mittlerweile sind die stählernen Seiten mit Korallen und Röhrenschwämmen bewachsen. Daneben begegnet der Taucher Papageienfischen, Barschen, Muränen, Schildkröten, vielen bunten Schwarmfischen und mit etwas Glück auch Riffhaien.

Im Arashi Riff wiederum kann der Taucher ein gesunkenes Flugzeug erkunden, dessen Teile sich bis zu zwölf Meter tief über den Meeresgrund verteilen. Begleitet wird er dabei von Stern- und Hirnkorallen, Seefächern, Engelsfischen, Rochen und zahllosen anderen farbenprächtigen Meeresbewohnern.  

Belize

Der zentralamerikanische Staat ist ein echtes Paradies für Taucher. Etwa 80 Kilometer östlich von Belize City liegt das Great Blue Hole.

Dieses unterirdische Höhlensystem, das bis zu 124 Meter tief ist und beeindruckende Stalaktiten beherbergt, sieht von oben aus wie ein gut 300 Meter großer, runder, dunkelblauer Fleck. Der Eingang der Höhle liegt in 40 Metern Tiefe, so dass der Tauchgang anstrengend ist und Erfahrung erfordert. Der Taucher wird jedoch mit dem Anblick einer unvergesslichen Unterwasserflora und -fauna belohnt.

Nicht weniger spektakulär ist das Belize Barrier Reef. Das zweitgrößte Korallenriff der Welt breitet sich auf einer Länge von 300 Kilometern vor Belizes Küste aus und bietet zahllosen Meeresbewohnern ein zu Hause. 

Dominikanische Republik

Bei einer Kreuzfahrt in der Karibik gehört Santo Domingo zu den festen Punkten im Programm. Die Hauptstadt der Dominikanischen Republik ist zugleich die größte Stadt der Karibik und hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Der historische Stadtkern mit seinen zahlreichen Gebäuden aus der Kolonialzeit und der wundervollen Kathedrale gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und auch die sterblichen Überreste von Christoph Kolumbus haben in Santo Domingo ihre Ruhestätte gefunden.

So schön und beeindruckend wie an Land geht es dann auch unter Wasser zu. Zu den absoluten Highlights gehört die Höhle Cueva Taina, die mit einer Länge von mehr als 100 Metern und einer Tiefe von bis zu 48 Metern die größte Unterwasserhöhle Hispaniolas ist. Die zahlreichen Meeresbewohner, denen der Taucher in den zahlreichen Tunneln und Verzweigungen begegnet, lassen jedes Taucherherz höher schlagen. Die Höhle, die eine Süßwasserhöhle ist, bietet innen viel Platz und stets klares Wasser bei einem gleichzeitig recht einfachen Einstieg.

Daher können auch noch nicht ganz so erfahrene Taucher einen Höhlentauchgang wagen. 

Island

Der Inselstaat Island ist vor allem für seine einzigartige Landschaft bekannt. Für Taucher ist dabei die Region Thingvellir, Islands erster Nationalpark, eine Topadresse. Die tektonische Platte Amerikas und Europas bewegt sich hier jedes Jahr etwa 2 Zentimeter weiter auseinander. Dadurch wiederum entstehen Spalten, die sich mit Wasser füllen.

In der Silfra Spalte hat der Taucher somit die einmalige Gelegenheit, zwischen zwei Kontinenten zu tauchen. Dabei hat der Taucher eine Sicht von bis zu 100 Metern, denn das klare Wasser hier ist das kalte, reine Schmelzwasser eines Gletschers. Meeresbewohnern wird der Taucher auf seinem Tauchgang zwar nicht unbedingt begegnen, aber allein das Erlebnis, zwischen zwei Kontinenten entlang zu gleiten, ist sensationell.

Erfahrene Taucher können bis zu 63 Meter tief abtauchen. Allerdings bleibt dies wirklich geübten Tauchern ohne Platzangst vorbehalten, denn viel mehr Platz als beidseitig einen Meter bietet die Spalte dort unten nicht.  

Jordanien

Das jordanische Aqaba bietet mit seinem gemäßigten Klima und seinem ruhigen Wasserspiegel nicht nur einen optimalen Lebensraum für zahlreiche Meeresbewohner, sondern auch perfekte Bedingungen für Tauchgänge im Roten Meer. Zu den Highlights gehört das 81 Meter lange Wrack des libanesischen Frachters Cedar Pride.

Das seitwärts liegende Schiff wurde 1985 versenkt und befindet sich bis heute in einer sehr guten Verfassung. Während sich Pracht-, Leder- und Hartkorallenriffe sowie Feuerfische, Muränen, Rochen, Zweibandbrassen, Napoleonfische, Schildkröten und andere bunte Fischschwärme um das Wrack tummeln, können erfahrene Taucher in das Schiff tauchen und im Innenraum auf Entdeckungstour gehen.  

Madeira

Das auch als Blumeninsel bekannte Madeira ist an Land eine herrlich grüne Oase mit beschaulichen Parks, exotischen Pflanzen und dem einzigartigen Lorbeerwald. Für Naturfreunde und Taucher gleichermaßen attraktiv ist der Naturschutzpark Garajau.

Das Naturreservat befindet sich bis zu 27 Meter unter der Wasseroberfläche und im Laufe der Zeit haben sich viele Tierarten hier angesiedelt. So begegnen Taucher unter anderem Bernsteinmakrelen, Kugelfischen, Mantarochen und Trompetendrückern. Berühmt ist Garajau aber vor allem für seine bis zu anderthalb Meter großen Zackenbarsche.

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