Infos zum Kanu-Marathon

Infos und Übersicht zum Kanu-Marathon 

Beim Kanu-Marathon handelt es sich um eine Langstreckendisziplin, die Rennsport mit Ausdauersport verbindet.

Dabei geht es allerdings nicht nur darum, die lange Strecke möglichst schnell zurückzulegen, gleichermaßen von Bedeutung sind Strategie und Taktik. 

 

Hier eine Übersicht: 

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Traditionell wird der Kanu-Marathon über die klassische Marathondistanz von 42km ausgetragen, allerdings gibt es auch weitaus längere Marathonstrecken, die bis zu 500km lang sein können. Die Wettbewerbe werden dabei im Einer- oder Zweier-Kajak und im Einer- oder Zweier-Canadier ausgetragen, wobei letztere Klasse nur für Herren gilt.    

Einige Wettbewerbe werden zudem auch im Vierer-Kajak bestritten. Typischerweise werden die Rennen auf natürlichen Gewässern und Kanälen ausgetragen, der Start erfolgt als Massenstart.

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Zu den Besonderheiten des Kanu-Marathons gehören die sogenannten Portagen, Umtragestellen, bei denen Streckenabschnitte auf dem Landweg gemeistert werden müssen, indem der Kanute sein Boot meist auf der Schulter über Land trägt.

Ursprünglich entstanden diese Umtragestellen aus einer Notwendigkeit heraus, denn anders war es nicht möglich gewesen, vorhandene Hindernisse wie beispielsweise Schleusen oder Wehre zu passieren. Mittlerweile haben sich die Laufstrecken jedoch als fester Bestandteil der Sportart etabliert, die nicht nur eine besondere Herausforderung für die Sportler darstellen, sondern auch für die Zuschauer sehr interessant sind.

So mancher Wettkampf entschied sich schon durch Portagen, denn selbst ein großer Vorsprung kann verloren gehen, wenn der Ausstieg oder der Wiedereinstieg nicht auf Anhieb klappt oder der Sportler das Paddel verliert.

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Bestritten werden die Wettbewerbe üblicherweise in Booten aus dem Kanurennsport, bei Wildwasserstrecken kommen teils auch Boote aus dem Wildwasserrennsport zum Einsatz und nur im professionellen Bereich werden spezielle Marathonboote gefahren.

Die Boote müssen ein Gewicht von mindestens acht Kilogramm in den Einerdisziplinen und mindestens zwölf Kilogramm in den Zweierdisziplinen aufweisen, dürfen also leichter sein als im Kanurennsport. Die Längenmaßen hingegen sind identisch, so dass die Boote auch im Kanu-Marathon 5,20m bei den Einerdisziplinen und 6,50m bei den Zweidisziplinen lang sein müssen.

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Internationale Wettbewerbe im Kanu-Marathon gibt es seit den 1970er-Jahren, seit 1988 finden Weltmeisterschaften statt. Zu den bekanntesten internationalen Wettbewerben gehören die Marathons auf der Ardèche in Südfrankreich und der Sella im Norden Spaniens.

Die wichtigsten nationalen Wettbewerbe sind die Deutschen Meisterschaften, die in den sechs Weltmeisterschaftsdisziplinen und seit 1993 auch in der Juniorklasse ausgetragen werden. Sie finden jährlich statt und werden im Wechsel an die unterschiedlichen Landeskanuverbände vergeben.

Hier ein Wassersport-Video zum Marathon auf der Ardeche:

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