Die türkische Insel Kekova

Die türkische Insel Kekova

Überall auf der Welt gibt es kleine und große Inseln, die einen Besuch wert sind. Denn mal sind es die herrlichen Strände, mal die beeindruckenden Landschaften, mal die Unterwasserwelten oder die Möglichkeiten für Wassersportler und mal die historischen Schätze, die ein Eiland zu einem besonderen und einmaligen Ziel machen.

Die türkische Insel Kekova

Natürlich sind einige Inseln so klein, dass der Besucher in wenigen Stunden alles gesehen hat und ein längerer Aufenthalt nicht unbedingt in Frage kommt. Genauso gibt es Inseln, die der Besucher nur aus der Entfernung sieht. Doch das tut der Sache keinen Abbruch.

Und wozu diese Vorrede? Nun, ein Beispiel für so eine charmante Insel, die ein schönes Ausflugsziel beim nächsten Türkei-Urlaub sein kann, ist Kekova.

Und sie stellen wir in diesem Beitrag vor:

Die türkische Insel Kekova

Kekova liegt an der Lykischen Küste in der Provinz Antalya. Die Insel ist vor allem im Zusammenhang mit der einstigen Stadt Simena bekannt, die nach einem Erdbeben im Meer versunken ist. Außerdem gibt es hier das kleine Örtchen Kaleköy mit seinen berühmten Restaurants.

Der Startpunkt für die Ausflugsfahrten nach Kekova und Kaleköy ist der kleine Hafen von Ücagiz. Ücagiz ist ein Dorf, in dem es neben dem Hafen nur ein paar alte Häuser und eine Moschee gibt. Die Menschen hier leben von den Touristen, die nahezu täglich mit Reisebussen ankommen und dann auf die Boote wechseln.

Die Fahrt zur Insel

Die rund 2.400 Jahre alte Stadt Simena befand sich einst zwischen Ücagiz, Kaleköy und der Nordküste der Insel Kekova. Dabei sind erste Überbleibsel der versunkenen Stadt schon von Ücagiz aus zu sehen. Östlich des Hafens gibt es nämlich einen Hügel mit alten Sarkophagen aus Stein. Sie waren Teil der Nekropole, also der baulich angelegten Begräbnisstätte der antiken Stadt.

Oberhalb von Kaleköy wiederum steht eine Burg. Auch ihre Rückseite ist vom Hafen in Ücagiz aus gut zu sehen. Die Boote fahren in Richtung eben dieser Burg los. Auf der Fahrt kommen sie dann an einer etwa 20 Meter langen und zehn Meter breiten Insel vorbei.

Die Insel war früher eine Erhebung innerhalb des Stadtgebiets von Simena und gehörte vermutlich zu den höchsten Punkten der Stadt. Heute ist die Insel eine der wenigen Stellen, die über Wasser ist. Als ein Erdbeben Simena im 10. Jahrhundert erschütterte, verschwand die Stadt nämlich bis zu 60 Meter tief unter die Wasseroberfläche.

Vorbei an der kleinen Insel, ist ungefähr fünf Minuten später der Hafen von Kaleköy erreicht. Das kleine Dorf wurde auf einer Halbinsel errichtet, die früher zu Simena gehörte. Wenn das Boot in den Hafen einfährt, sind unter Wasser die Ruinen der Stadtmauern zu sehen. Links neben dem Hafen wiederum gibt es einen Steinsarkophag. Das Motiv, wie der Sarkophag im Wasser steht, ist typisch für Postkarten aus Kekova und zählt auch unter Touristen zu den beliebten Fotomotiven.

Kaleköy selbst wird eigentlich nur für den Tourismus aufrecht erhalten. In dem Dorf wohnen knapp 20 Einwohner, die Gästebetten anbieten und die Ausflügler mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen. Die Preise sind für die Türkei aber vergleichsweise hoch. So kostet eine Übernachtung in Kaleköy um die 90 Euro und für ein normales Mittagessen muss der Tourist mehr bezahlen als hierzulande.

Die meisten Ausflugsboote legen aber erst gar nicht in Kaleköy an. Sie fahren nur bis zum Hafen und machen hier eine kurze Pause. So kann der Besucher einen Blick auf das kleine Dörfchen werfen und die Ansicht fotografieren. Danach geht die Bootsfahrt weiter. Und nach ungefähr einem Kilometer ist der Norden von Kekova erreicht.

Die Insel selbst

Die Ausflugsboote fahren sehr nah an die Küste heran, oft beträgt der Abstand zwischen Boot und Insel keine zehn Meter. An der Küste sind Treppen und Mauern zu sehen, die teils in den Felsen geschlagen und teils aus Stein gemauert wurden. Einige von ihnen befinden sich an Land, andere im Wasser und wieder andere unter Wasser.

Das Boot an dieser Stelle zu verlassen, ist nicht möglich. Denn an der Küste von Kekova sind das Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen verboten. Ein Grund hierfür ist, dass die Insel und das umliegende Meeresgebiet seit einigen Jahren unter Naturschutz stehen. Vermutlich hat aber auch die Tatsache, dass schon so mancher Gegenstand vom Meeresgrund verschwunden ist, das Verbot begünstigt.

Im ersten Moment mag das Verbot schade und ärgerlich sein. Denn die kleinen Buchten sehen herrlich aus und während viele liebend gerne ins kühle Nass springen und ausgiebig planschen würden, würde jeder Taucher hier sicher gerne auf Erkundungstour gehen. Doch der Besucher wird in zweierlei Hinsicht entschädigt.

Zum einen haben die Ausflugsboote nämlich einen Glasboden. Dadurch sind die alten Mauern, aber auch Teller, Vasen und verschiedene andere Gegenstände, die über den Meeresboden verstreut sind, zu sehen. Und wenn die Boote an der Küste von Kekova entlang schippern, bleiben sie an den Stellen, an denen es Interessantes zu entdecken gibt, stehen.

Zum anderen gibt es meist einen Stopp etwas abseits der Insel. Hier kann der Besucher dann schwimmen und schnorcheln. Und im kristallklaren Wasser kann er Unterwasserruinen, versunkene Gegenstände und natürlich die Meeresbewohner anschauen. Mit etwas Glück schwimmt sogar eine Meeresschildkröte vorbei.

Allerdings sollte sich der Besucher auf keinen Fall dazu verleiten lassen, ein Fundstück als Andenken mitzunehmen. Denn das ist strengstens untersagt und wird mit einer langjährigen Haftstrafe geahndet.

Einen Ausflug buchen

Ausflüge zur Insel Kekova werden von praktisch allen Touristenorten an der Türkischen Riviera und der Türkischen Ägäis angeboten. Meist verbinden die Ausflüge die Insel Kekova mit einem Besuch der Ruinen von Myra und der Grabeskirche von Nikolaus. Buchbar sind die Ausflüge beim Reiseleiter, bei örtlichen Veranstaltern oder bei Anbietern online.

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