Die Kapverdische Insel Boa Vista, 1. Teil

Die Kapverdische Insel Boa Vista, 1. Teil

So gut wie jede Insel punktet mit tollen Stränden und vielen Highlights für Wassersportler. Doch gerade die klassischen Urlaubsziele sind oft ziemlich überlaufen. Anders sieht das auf den Kapverden aus. Ein echter Geheimtipp ist die Inselgruppe vor der Westküste Afrikas zwar nicht mehr.

Die Kapverdische Insel Boa Vista, 1. Teil

Doch wenn der Urlauber idyllisches Inselleben genießen, die wilde Natur erleben, ausgiebig sonnenbaden oder auf dem Surfbrett über die Wellen reiten möchte, ist er hier genau richtig. Und wegen des tollen Klimas ist das grüne Kap ein ganzjähriges Reiseziel.

In einem zweiteiligen Beitrag stellen wir die Kapverdische Insel Boa Vista, die auch die Perle des grünen Kaps genannt wird, vor:

Ein paar Daten zur Kapverdischen Insel Boa Vista

Boa Vista bedeutet übersetzt Schöner Ausblick. Und mit stolzen 350 Sonnentagen pro Jahr, einem ganzjährig angenehmen Klima und einer wunderschönen, abwechslungsreichen und wilden Natur könnte der Name nicht besser gewählt sein.

Die Kapverden bestehen aus insgesamt 15 Inseln, neun davon sind bewohnt. Boa Vista ist die drittgrößte Insel der Kapverden und liegt im östlichen Teil. Deshalb zählt sie zu den Inseln über dem Wind. Auf der 31 Kilometer langen und 29 Kilometer breiten Insel wohnen rund 12.000 Menschen.

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Mit gut 2.100 Bewohnern ist die Inselhauptstadt Sal Rei der größte Ort auf der Insel. Der Abstand zum afrikanischen Festland im Senegal beträgt 455 Kilometer. Damit ist Boa Vista die Insel der Kapverden, die Afrika am nächsten liegt.

Die Anreise nach Boa Vista

Auf der Insel gibt es einen eigenen internationalen Flughafen und von Deutschland aus ist ein Direktflug möglich. Der Flughafen befindet sich etwa fünf Kilometer von der Inselhauptstadt Sal Rei entfernt und heißt Aeroporto Internacional Aristides Pereira. Teilweise ist der Flughafen der Insel aber auch noch unter seinem alten Namen Boa Vista Rabil gelistet.

Für die Einreise braucht der Urlauber einen Reisepass. Nur der Personalausweis genügt nicht. Ein Visum wird nur dann erforderlich, wenn der Urlauber länger als 30 Tage auf den Kapverden bleiben möchte.

Ein kürzrer Urlaub gilt als Kurzaufenthalt und ist ohne Visum möglich. Allerdings muss sich der Urlauber bis spätestens fünf Tage vor seiner Einreise auf einer Regierungs-Plattform im Internet registrieren. Im Zuge dieses Vorgangs wird dann auch die Flughafensicherheitsgebühr fällig. Sie wird bei internationalen Flügen erhoben und liegt derzeit bei rund 31 Euro pro Person.

Achtung:

Es ist nur in Ausnahmefällen möglich, die Flughafensicherheitsgebühr vor Ort zu bezahlen. Und wenn das gestattet wird, sind die Kosten höher. Der Reisende sollte also unbedingt daran denken, sich rechtzeitig zu registrieren!

Die Strände auf Boa Vista

Weite, schneeweiße Sandstrände auf einer Länge von rund 55 Kilometern ziehen sich um die Insel. Es sollte also kein Problem sein, einen ruhigen Abschnitt ganz nach dem eigenen Geschmack zu finden. Zumal die Strände auf Boa Vista nicht nur zu den schönsten Stränden der Kapverden zählen, sondern oft menschenleer sind.

So lohnt sich zum Beispiel ein Abstecher zur Praia de Cabral in Sal Rei. Eine kleine Insel namens Ilheu de Sal Rei schützt den Strandabschnitt vor Wind. Deshalb kann der Urlauber hier ganz entspannt sonnenbaden und wunderbar im Meer schwimmen.

Zu den absoluten Top-Stränden wiederum gehört die Praia de Santa Monica im Süden der Insel. Der Strand ist zwar nur mit dem Auto zu erreichen. Doch mit etwas Glück kann der Urlauber hier sogar Wale beobachten.

Wind- und Kitesurfer sind an der Praia Carlota richtig. Optimale Windverhältnisse, viel Platz und nur wenige Besucher sorgen für ideale Bedingungen. Etwas weiter südlich liegt die Praia de Chaves. Dieser Strand ist touristisch schon recht gut erschlossen. So gibt es hier neben einer Strandbar und einer Surfschule inzwischen auch einige Hotels in verschiedenen Preisklassen.

Übrigens:

Früher waren die Kapverden das Zuhause unzähliger Meeresschildkröten. Inzwischen gehören die Meerestiere zu den bedrohten Tierarten. Auf den Kapverden ist es deshalb seit 2002 verboten, Meeresschildkröten zu fangen, zu schlachten und zu verkaufen. Und mittlerweile setzen sich auf der Inselgruppe ganze 14 Vereine für den Erhalt der Meeresbewohner ein.

Sehenswürdigkeiten auf Boa Vista

Bei den vielen Traumstränden und dem eigentlich immer schönen Wetter wird ein Urlaub auf Boa Vista vermutlich ganz im Zeichen von Badeurlaub und Wassersport stehen. Zumal die Bedingungen fürs Surfen und Segeln, aber auch Schnorcheln und Tauchen kaum besser sein könnten. Doch natürlich sollte der Reisende die Zeit ebenso nutzen, um die Insel bei dem einen oder anderen Ausflug näher kennenzulernen.

Ein schönes Fotomotiv etwa ist der Schornstein bei der frühren Inselhauptstadt Rabil. Er gehört zu einer ehemaligen Ziegelfabrik und gilt als Wahrzeichen der Insel. Ebenfalls sehenswert ist die Ruine der Kapelle Nossa Senhora de Fátima. Sie befindet sich nordöstlich von Sal Rei. Der Aufstieg zu dem alten Gemäuer führt allerdings über einen steinigen Weg. Festes Schuhwerk ist deshalb ratsam.

Ein echtes Highlight, das es so nur sehr selten zu sehen gibt, erwartet den Reisenden an der Landspitze Cabo de Santa Maria ganz im Norden der Insel. Seit 1968 liegt hier das skelettartige Wrack eines gestrandeten Frachters. Ein schönes Ausflugsziel ist außerdem der Morro Negro im Osten der Insel. Der Morro Negro ist ein alter Leuchtturm, der zwar nicht mehr in Betrieb ist, durch seinen Standort aber einen tollen Ausblick aufs Meer bietet.

Macht sich der Reisende von Sal Rei aus auf den Weg zum Leuchtturm, kommt er an kleinen, ursprünglichen Dörfchen vorbei. Außerdem liegt die Sandwüste der Insel auf dem Weg. Die Deserto de Viana ist eine etwa fünf Kilometer lange Wüste mit schneeweißem Sand. Umgeben ist die Mini-Wüste von einer Landschaft, die wegen der vielen Krater und der kargen Züge an eine Mondlandschaft erinnert.

Im Süden Boa Vistas wiederum liegt Povoação Velha. Das 300-Seelen-Dorf ist der älteste Ort der Insel. Sehenswert hier ist neben dem hübschen Dorfplatz vor allem die Kirche Nossa Senhora da Conceição, die 1828 gebaut wurde.

Zu einem unvergesslichen Erlebnis wird aber sicher auch, wenn sich der Reisende ein Quad oder einen Geländewagen mietet und damit die spannenden Landschaften erkundet, bei denen sich sattgrüne Dattelhaine, bergige Steinwüsten und flache Trockentäler abwechseln.

Im 2. Teil schauen wir uns die Inselhauptstadt Sal Rei an und geben Tipps für die beste Reisezeit.

Mehr Anleitungen, Tipps und Ratgeber:

Thema: Die Kapverdische Insel Boa Vista, 1. Teil

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