Der Blue Pond in Japan

Der Blue Pond in Japan

Verwitterte Bäume spiegeln sich in einem außergewöhnlich blauen See: Dieses Bild haben sicher schon viele gesehen. Jedenfalls alle diejenigen, die das Betriebssystem OS X Mountain Lion von Apple nutzen. Denn hier gehört das Foto zu den Hintergrundbildern.

Blue Pond in Japan

Doch nur wenige werden wissen, dass es sich bei dem Foto nicht um irgendein Fantasiebild handelt, das ein kreativer Designer am Computer entworfen hat. Sondern dass es dieses wunderschöne Naturphänomen tatsächlich gibt. Nämlich in Japan.

Hightech neben jahrtausende alten Traditionen, moderne Großstädte, urige Dörfer und weitläufige Naturlandschaften: Japan hat viel zu bieten. Ein Highlight der besonderen Art ist dabei der Blue Pond. Zu Deutsch Blauer Teich und auf japanisch Aoi Ike, verzaubert der vielleicht berühmteste See Japans mit einem grandiosen Anblick in einer einmaligen Kulisse.

Dabei war der Blue Pond nie als Sehenswürdigkeit oder Touristenziel geplant. Dass es den See gibt, hat vielmehr ganz praktische Gründe. Aber schauen wir uns den Blue Pond in Japan einmal in Ruhe an.

Wo befindet sich der Blue Pond?

Auf der japanischen Insel Hokkaido gibt es eine kleine Stadt namens Biei. Und hier befindet sich auch der Blue Pond.

Je nachdem, wo sich der Reisende aufhält, kann er die Gegend zunächst per Flieger ansteuern. Der Flughafen Asahikawa ist nämlich nicht weit entfernt. Danach kann der Reisende mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Mietwagen zum Blue Pond fahren. Vor Ort gibt es einen Parkplatz, auf dem der Reisende kostenfrei parken kann.

Das letzte Stück legt der Reisende dann zu Fuß zurück. Der Spaziergang dauert so um die zehn Minuten und führt auf einem schmalen Pfad durch den herrlichen Wald. Während der Reisende den Duft der japanischen Bäume genießen kann, taucht er mit jedem Schritt weiter in die wunderbare Ruhe ein.

Blue Pond

Irgendwann sieht er schließlich das strahlend blaue Wasser zwischen den Bäumen hervorblitzen. Bei diesem einmaligen Anblick kommt garantiert sofort echtes Urlaubsgefühl auf. Einen Strand gibt es hier zwar nicht. Doch die Farbe des Wassers kann locker mit der Karibik mithalten.

Warum ist das Wasser des Blue Pond so strahlend blau?

Der Blue Pond ist ein See, der künstlich angelegt wurde. Rund acht Kilometer entfernt, befindet sich nämlich der Vulkan Mount Tokachi. Der Vulkan ist nach wie vor aktiv. 1988 war der Vulkan ausgebrochen. Um die Stadt Biei vor Schlammlawinen und den Folgen eines weiteren Vulkanausbruchs zu schützen, wurden im Rahmen eines Kontrollprogramms am Fluss Biei Bauarbeiten durchgeführt. Der Blue Pond ist ein Ergebnis dieser Maßnahmen.

Wie es dazu kommt, dass der See mal strahlend blau und mal in verschiedensten Grüntönen schimmert, ist nicht ganz klar. Es wird aber vermutet, dass das Farbspiel auf die Aluminium-Hydroxide zurückgeht, die im Wasser enthalten sind. Aluminium-Hydroxide sind natürliche Mineralien.

Weil sie kurzweiliges, blaues Licht optimal reflektieren, sorgen die Partikel dafür, dass der See blau aussieht. Vom Prinzip her ähnelt das dem Phänomen, das den Himmel blau wirken lässt. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass die Optik des Blue Ponds stark von den Witterungsbedingungen abhängt. Bei guten Lichtverhältnissen und Windstille spiegelt sich die Landschaft im knallblauen Wasser und lässt so ein einzigartiges, fast unwirkliches Bild entstehen.

Was gibt es um den Blue Pond herum noch zu sehen?

Die Einwohner von Biei leben größtenteils von der Landwirtschaft. Die Felder und die Landschaften zaubern eine einzigartige Szenerie in der Gegend. Schon seit vielen Jahrzehnten liefert diese Gegend perfekte Kulissen für Werbung, Film und Fernsehen. Einige Bilder haben es sogar zu weltweiter Berühmtheit gebracht. Weil die Gegend so vielseitig ist, wird sie auch als Patchwork Road bezeichnet. Der Blue Pond ist sicherlich die bekannteste Attraktion. Doch für den Reisenden gibt es noch viel mehr zu entdecken.

Nicht weit vom Blue Pond entfernt, gibt es zum Beispiel den Shirahige-Wasserfall. Er ist mehr als 30 Meter hoch. Seine Farbe hat ihm den Beinamen Weißbart-Wasserfall eingebracht. Ein weiteres Highlight ist die Rollercoaster Road zwischen Biei und Furano.

Die gerade Straße zieht sich über mehrere Kilometer über größere und kleinere Hügel. Für Auto- und Motorradfahrer fühlt sich die Fahrt dadurch wie auf einer Achterbahn an. Den Älteren ist vielleicht noch ein Hügel bekannt, auf dem sich Bäume in einer Linie nebeneinanderreihen. Eigentlich wurden die Bäume in dieser Anordnung angepflanzt, damit sie als natürlicher Windschutz dienen. Bekannt wurde der Mild Seven Hill aber dadurch, dass er in den 1970er-Jahren die Kulisse für eine Zigarettenwerbung war.

Daneben finden sich in der Gegend entzückende Blumenfelder. Ein Beispiel hierfür ist die Shikisai no Oka. Das ist ein rund sieben Hektar großes Blumenfeld, das auf einem Hügel angelegt ist. Von April bis Oktober blühen hier unzählige Blumen in allen nur erdenklichen Farben. Ganz in der Nähe, nämlich in Furano, trifft der Besucher auf Lavendelfelder. Vor allem im Juli und August erstahlen die Blüten in ihrem typischen Violett und verströmen einen tollen Duft.

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Hier schreiben Gerry Maissen, 37 Jahre alt, Tauchlehrer und Wassersportler, Nadine Schumann, geboren 1989, Kanu und Kayak Sportlerin, die viel auf Reisen ist, sowie Herbert Motzki 54 Jahre, Geschäftsführer einer Bootbau- und Handelsfirma und Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes zum Wassersport, schönen Reisezielen und Tauchgebieten, sowie Technisches und Anforderungen für jegliche Schifffahrt vermitteln.
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