Als Erwachsener Schwimmen lernen – Infos und Tipps, 1. Teil

Als Erwachsener Schwimmen lernen – Infos und Tipps, 1. Teil

Schwimmen ist nicht nur eine beliebte, sondern auch eine gesunde Sportart für Erwachsene. Denn beim Schwimmen muss der ganze Körper arbeiten und alle Muskelgruppen werden beansprucht. Gleichzeitig schont die Bewegung im Wasser die Gelenke und entlastet den Rücken. Deshalb eignet sich der Schwimmsport auch für Menschen, die Probleme mit dem Bewegungsapparat haben oder übergewichtig sind und deshalb Sportarten an Land nur bedingt ausüben können.

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Als Erwachsener Schwimmen lernen - Infos und Tipps, 1. Teil

Ein anderer Aspekt ist, dass das Schwimmen die Atmung trainiert und das Herz stärkt. Sportliches Schwimmen kurbelt das Herz-Kreislauf-System an und fordert den Herzmuskel. Das liegt daran, dass der Wasserdruck die Blutgefäße verengt.

Dadurch wird das Blut in den Brustraum zurückgedrängt und das Herz muss mehr arbeiten. Im Laufe der Zeit passt sich das Herz an die Belastung an und wird leistungsfähiger.

Nicht zu vergessen ist aber natürlich auch, dass es einfach Spaß macht, sich im Wasser auszupowern. Allerdings können viele Leute selbst im Erwachsenenalter noch nicht schwimmen. Experten schätzen, dass in Deutschland fast die Hälfte der Erwachsenen über 30 Jahren gar nicht oder nur unsicher schwimmen kann.

Meist sind es familiäre oder schulische Gründe, die dazu geführt haben, dass jemand das Schwimmen nie richtig gelernt hat. Generell ist es umso besser, je früher sich jemand mit dem Element Wasser vertraut macht. Doch nicht jeder hat eben die Möglichkeit, schon als Kind Schwimmen zu lernen.

Andererseits ist es nie zu spät. Auch im fortgeschrittenen Erwachsenenalter ist es problemlos möglich, sich verschiedene Schwimmtechniken anzueignen. In einem zweiteiligen Beitrag haben wir Infos und Tipps zusammengestellt, um als Erwachsener Schwimmen zu lernen.

Dabei beginnen wir in diesem 1. Teil mit drei grundlegenden Ratschlägen:

  1. Die Angst langsam abbauen

Wenn jemand nicht schwimmen kann, ist Angst oft die größte Hürde, die es zu überwinden gilt. Ist dieser Schritt geschafft, ist das Schwimmen lernen als solches gar nicht mehr so schwer.

Allerdings lässt sich Angst nicht von jetzt auf gleich abschütteln. Und einen Nichtschwimmer kurzerhand ins Wasser zu schubsen, um auf diese Weise zu erzwingen, dass er schwimmt, ist eine denkbar schlechte Idee. Denn der Schreckmoment kann noch zusätzliche Ängste hervorrufen, so dass danach gar nichts mehr geht.

Besser und deutlich sinnvoller ist, sich langsam und behutsam damit vertraut zu machen, im Wasser zu sein. Das mag banal erscheinen, doch nur so lassen sich Blockaden abbauen. Der Nichtschwimmer sollte also ins Wasser gehen und sich daran gewöhnen, wie es sich anfühlt, wenn erst die Beine, dann der Rücken und schließlich auch der Kopf und das Gesicht nass werden.

Dazu sollte das Wasser zu Beginn nur etwa hüfthoch sein. Am Beckenrand kann sich der Nichtschwimmer dann festhalten und in die Knie gehen. So kann er in sicherem Umfeld auf- und abtauchen.

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Später kann er sich dann auch in Wasser hineinwagen, in dem er gerade noch so stehen kann. Mit den eigentlichen Schwimmübungen sollte er erst beginnen, wenn er sich im Wasser gut und sicher fühlt.

  1. Die richtige Ausstattung zulegen

Auch wenn der Nichtschwimmer nur gelegentlich ein paar Bahnen im Wasser ziehen möchte, ist die richtige Ausstattung wichtig. An erster Stelle steht hier die Badebekleidung, die in einem öffentlichen Schwimmbad ohnehin ein Muss ist. Der Badeanzug sollte bequem sitzen und genug Bewegungsfreiheit lassen.

Dabei ist es aber besser, sich für eng anliegende Badebekleidung zu entscheiden. Kordeln, Bänder oder lockere Hosenbeine können nicht nur das Gleiten behindern, sondern unnötig verwirren.

Daneben sollte sich der künftige Schwimmanfänger eine Schwimmbrille zulegen. Beim Schwimmen lernen bleibt der Kopf zwar zunächst über Wasser. Unter die Wasseroberfläche abzutauchen, folgt erst später. Trotzdem ist eine Schwimmbrille nützlich. Denn sie sorgt dafür, dass kein Wasser in die Augen gelangt. So bleibt die Sicht frei und der Schwimmende behält die Orientierung.

In den meisten Schwimmbädern sind Schwimmbretter vorhanden, die die Badegäste nutzen können. Falls nicht, sollte der Schwimmanfänger darüber nachdenken, sich ein eigenes Schwimmbrett zu kaufen.

Das Schwimmbrett kann er nutzen, um sich mit den Händen daran festzuhalten, während er mit den Füßen Schwimmbewegungen übt. Durch das Brett gleitet er schneller und stabiler durchs Wasser. Außerdem verleiht das Brett ein Gefühl von Sicherheit. Gerade am Anfang kann das sehr hilfreich sein.

  1. Geduld haben und am Ball bleiben

Wie lange es dauert, bis die Grundlagen sitzen und jemand sicher schwimmen kann, ist verschieden. Der eine ist schon nach wenigen Monaten versiert im Wasser unterwegs, ein anderer braucht vielleicht deutlich länger.

Doch das ist völlig normal. Wie bei jeder Beschäftigung und jedem neuen Hobby klappt auch beim Schwimmen nicht alles auf Anhieb. Wichtig ist deshalb, sich von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen.

Außerdem sollte der Schwimmanfänger sich nicht dafür schämen, dass er erst jetzt Schwimmen lernt. Es gibt überhaupt keinen Grund, warum es ihm unangenehm sein sollte, dass er in höherem Alter etwas Neues ausprobieren und lernen möchte. Ganz im Gegenteil sollte er stolz darauf sein, dass er sich einem neuen Hobby stellt.

Übrigens ist ein Erwachsener, der Schwimmen lernt, in guter Gesellschaft. Auch Weltstars wie John Lennon oder Steve Clark haben erst zum Schwimmen gefunden, als sie in den 40ern waren. Doch damit stellt sich die Frage, wie der künftige Schwimmanfänger die Sache am besten angeht.

Das beantworten wir im 2. Teil!

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Hier schreiben Gerry Maissen, 37 Jahre alt, Tauchlehrer und Wassersportler, Nadine Schumann, geboren 1989, Kanu und Kayak Sportlerin, die viel auf Reisen ist, sowie Herbert Motzki 54 Jahre, Geschäftsführer einer Bootbau- und Handelsfirma und Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes zum Wassersport, schönen Reisezielen und Tauchgebieten, sowie Technisches und Anforderungen für jegliche Schifffahrt vermitteln.

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