Als Erwachsener Schwimmen lernen – Infos und Tipps, 2. Teil

Als Erwachsener Schwimmen lernen – Infos und Tipps, 2. Teil

Das Schwimmen gehört zu den gesündesten Sportarten überhaupt. Denn die Bewegungen im Wasser trainieren den ganzen Körper, ohne dabei die Gelenke zu überlasten. Deshalb ist der Wassersport auch für Personen mit Übergewicht oder Bewegungseinschränkungen ideal. Außerdem stärkt Schwimmen die Atmung und bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung. Und natürlich macht es auch einfach Spaß, sich im Wasser auszutoben.

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Als Erwachsener Schwimmen lernen - Infos und Tipps, 2. Teil

Doch die Praxis zeigt, dass sehr viele Leute Nichtschwimmer sind. Experten gehen davon aus, dass in der Gruppe der über 30-Jährigen fast jeder zweite Erwachsene nicht sicher oder überhaupt nicht schwimmen kann. Dass jemand das Schwimmen nie richtig gelernt hat, hat oft familiäre Ursachen oder schulische Gründe.

Aber das Gute ist, dass es letztlich keine Rolle spielt, warum es mit dem Wassersport bislang nicht geklappt hat. Denn es spricht überhaupt nichts dagegen, als Erwachsener Schwimmen zu lernen. In einem zweiteiligen Beitrag haben wir dazu Infos und Tipps zusammengetragen. Dabei haben wir im 1. Teil drei grundsätzliche Ratschläge genannt.

Hier ist der 2. Teil!:

3 Übungen als Vorbereitung auf das Schwimmenlernen

Die Badesachen liegen bereit und der Wunsch, endlich Schwimmen zu lernen, ist groß. Doch wie geht der Schwimmanfänger die Sache am besten an?

Eine gute Methode ist, mit ganz einfachen Übungen zu beginnen, um sich auf diese Weise mit dem Element Wasser vertraut zu machen. Die Übungen kann der Schwimmanfänger für sich alleine und ohne weitere Unterstützung im Schwimmbad ausprobieren.

Übung 1: auf dem Wasser liegen

Beim Schwimmen gleitet der Körper durch das Wasser. Doch gerade am Anfang kostet es oft Überwindung, nicht mehr nur im Wasser zu stehen oder zu sitzen, sondern darin zu liegen.

Eine gute Übung ist deshalb, wenn sich der Schwimmanfänger am Beckenrand festhält und seinen Rumpf und die Beine auf der Wasseroberfläche treiben lässt. So gewöhnt er sich an das Gefühl, liegend ins Wasser einzutauchen.

Zu Beginn kann sich der Schwimmanfänger mit beiden Händen am Beckenrand festhalten oder die Unterarme auch auf dem Rand ablegen. Sollte er unsicher werden, kann er sich in dieser Position jederzeit aufrecht hinstellen. Diese Sicherheit hilft vor allem am Anfang und macht das Üben deutlich leichter.

Später kann der Schwimmanfänger dann dazu übergehen, sich nur noch mit einer Hand festzuhalten. Dafür positioniert er sich parallel zum Beckenrand und streckt beide Arme gerade aus, so dass sein Körper ein T bildet.

Die Übung sollte der Schwimmanfänger in Bauch- und in Rückenlage wiederholen, bis es er genug Vertrauen hat, um ganz ruhig auf dem Wasser liegen zu bleiben.

Übung 2: die Beinbewegungen trainieren

Um sich im Wasser vorwärts zu bewegen, setzt ein Schwimmer seine Arme und seine Beine ein. Das Paddeln mit den Beinen kann der Schwimmanfänger gut am Beckenrand üben. Dazu legt er sich bäuchlings aufs Wasser und hält sich mit den Händen am Rand fest. Nun kann er seine Beine paddelnd auf und ab bewegen.

Wichtig dabei ist, die Knie möglichst durchzustrecken und die Bauchmuskulatur anzuspannen. Dadurch liegt der Körper stabiler im Wasser und die Bewegungen werden genauer.

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Beim Paddeln kommt es nicht darauf an, möglichst tief ins Wasser einzutauchen. Ganz im Gegenteil sollten die Füße in kurzen und schnellen Bewegungen knapp unter der Wasseroberfläche bleiben.

Übung 3: unter Wasser ausatmen

Bei praktisch jeder Schwimmtechnik taucht der Kopf ins Wasser ein. Das gilt zumindest dann, wenn die Schwimmart richtig ausgeführt wird. Außerdem muss der Schwimmer atmen. Schließlich kann er nicht einfach die Luft anhalten, solange er schwimmt. Dabei erfolgt das Einatmen über Wasser und das Ausatmen unter Wasser.

Um sich an das Atmen beim Schwimmen zu gewöhnen und gleichzeitig die Scheu vor dem Wasser zu verlieren, kann sich der Schwimmanfänger mit einer Hand am Beckenrand festhalten.

Anschließend taucht er unter, indem er in die Hocke geht. Sobald sein Kopf ganz unter Wasser ist, atmet er langsam und gleichmäßig durch den Mund aus. Danach taucht er wieder auf. Wenn es ihm leichter fällt, kann sich der Schwimmanfänger anfangs auch die Nase zuhalten.

Die beste Schwimmtechnik für Anfänger

Bei der Frage, welche Schwimmart für Anfänger am besten geeignet und am leichtesten zu lernen ist, gehen die Meinungen auseinander. Viele empfehlen, mit dem Brustschwimmen zu beginnen.

Der Vorteil hierbei ist nämlich, dass der Schwimmer gerade auf der Wasseroberfläche liegt und mit dem Kopf nicht unter Wasser gehen muss. Andererseits muss der Schwimmanfänger aufpassen, dass er sich keine Fehlhaltung angewöhnt, die zu einem steifen Nacken führt.

Letztlich muss der Schwimmanfänger ohnehin für sich herausfinden, welcher Schwimmstil ihm am besten gefällt. Findet er das Kraulen spannender, spricht nichts dagegen, diese Schwimmtechnik zu erlernen. Genauso kann sich der Schwimmanfänger zunächst ans Rückenschwimmen herantrauen und erst danach in die Bauchlage wechseln.

Lediglich das Delfinschwimmen ist für Anfänger eher ungeeignet. Denn dieser Schwimmstil erfordert komplexe Bewegungen und ist außerdem ziemlich anstrengend.

Als Erwachsener an einem Schwimmkurs teilnehmen

Die Übungen, die wir eben genannt haben, helfen dabei, ein Gefühl für die Bewegungen im Wasser zu bekommen und Ängste abzubauen. Für das eigentliche Schwimmen ist der Schwimmanfänger aber mit einem Schwimmkurs am besten beraten.

Denn ein Schwimmlehrer kann die richtigen Techniken vermitteln und zeigen, worauf es ankommt. Außerdem kann er auf die Bedürfnisse des Schwimmanfängers eingehen und kleinere Fehler von Anfang an korrigieren. Dadurch ist sichergestellt, dass der Schwimmanfänger das Schwimmen gleich richtig lernt.

Schwimmkurse für Erwachsene bestehen meist aus kleinen Gruppen. Gleichzeitig lernt der Schwimmanfänger Leute kennen, die ungefähr in seinem Alter sind und genau wie er das Schwimmen lernen wollen. Weil also alle in der gleichen Situation sind, muss sich niemand schämen oder Hemmungen haben. Ganz im Gegenteil können sich die Kursteilnehmer gegenseitig motivieren.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

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Hier schreiben Gerry Maissen, 37 Jahre alt, Tauchlehrer und Wassersportler, Nadine Schumann, geboren 1989, Kanu und Kayak Sportlerin, die viel auf Reisen ist, sowie Herbert Motzki 54 Jahre, Geschäftsführer einer Bootbau- und Handelsfirma und Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes zum Wassersport, schönen Reisezielen und Tauchgebieten, sowie Technisches und Anforderungen für jegliche Schifffahrt vermitteln.

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