Übersicht: Spiele im und am Wasser, 2. Teil

Übersicht: Spiele im und am Wasser, 2. Teil

Viele Erwachsene genießen es, einfach nur entspannt in der Sonne zu liegen, sich ab und an im Wasser abzukühlen und vielleicht noch ein gutes Buch zu lesen. Kindern ist das aber oft zu langweilig.

Zwar haben Kinder Ideen, wie sie sich beschäftigen können. Sandburgen bauen, Muscheln sammeln oder im Kinderbereich plantschen sind ein paar Beispiele.

Aber früher oder später wünscht sich der Nachwuchs doch etwas mehr Unterhaltung. Und das am liebsten zusammen mit den Eltern oder wenigstens mit Spielkameraden.

Gut ist dann, wenn die Eltern ein paar Spiele kennen. Schließlich machen Strandspiele viel Spaß und eignen sich oft für alle Altersklassen. Zudem werden für viele Spiele gar keine oder nur solche Utensilien benötigt, die ohnehin in der Strandtasche sind. Als Anregung für den nächsten Badetag haben wir in einer zweiteiligen Übersicht verschiedene Spiele im und am Wasser zusammengetragen. Dabei ging es im 1. Teil um Spiele im Wasser.

Jetzt, im 2. Teil, folgen Ideen für Spiele am Wasser:

 

Etappenlauf

Für den Etappenlauf wird eine Strecke markiert und in mehrere Abschnitte aufgeteilt. Jeder Abschnitt muss in einer bestimmten Form zurückgelegt werden, beispielsweise auf einem Bein hüpfend, rückwärts, auf allen Vieren krabbelnd oder wie ein Wurm robbend, ohne dabei die Hände und die Füße zu Hilfe zu nehmen.

Die Mitspieler stellen sich an der Startlinie auf und sobald das Startkommando gegeben wird, geht es los. Der Spielleiter läuft nebenher mit und sagt jeweils an, was im nächsten Abschnitt gefragt ist. Gewonnen hat, wer als Erster im Ziel ist.

 

Lustiges Strandrennen

Für das lustige Strandrennen bilden die Mitspieler Teams. Dabei muss jedes Team aus mindestens zwei Mitspielern bestehen. Möglich ist aber auch, größere Teams zu bilden. Für das Rennen selbst wird eine Laufstrecke markiert, indem zwei Linien in den Sand gezogen werden.

Eine Hälfte des Teams steht an der einen Linie, die andere Hälfte des Teams an der anderen Linie. An der Linie, an der das Rennen beginnt, liegen für jedes Team außerdem verschiedene Utensilien bereit. Bei den Utensilien kann es sich beispielsweise um Schwimmflossen oder große Schuhe eines Erwachsenen, ein T-Shirt, eine Taucherbrille, Schwimmflügel und einen Sonnenhut handeln.

Sobald der Spielleiter das Startkommando gibt, ziehen die ersten Läufer die komplette Ausrüstung an und laufen zu ihrem Mitspieler. Dort ziehen sich die Sachen aus und übergeben sie. Der nächste Läufer zieht die Ausrüstung nun wieder so schnell wie möglich an und läuft zurück auf die andere Seite. So geht es hin und her, bis alle Teammitglieder an der Reihe waren. Das Team, das als Erstes im Ziel ist, hat gewonnen.

 

Sandhügel

Ein spaßiges Denk- und Geschicklichkeitsspiel geht so: Zuerst bauen die Mitspieler gemeinsam einen Berg aus Sand. Auf die Spitze des Bergs wird dann ein Stein, eine Muschel, ein Holzstückchen, ein kleiner Ball oder ein ähnlicher Gegenstand gelegt.

Nun muss jeder Mitspieler eine handvoll Sand vom Sandhügel wegnehmen. Gespielt wird reihum. Der Spieler, bei dem der Gegenstand von der Bergspitze herunterfällt, hat verloren.

 

Sandloch

Das Sandloch ist eine Variante vom klassischen Murmelspiel. Dafür wird ein Loch in den Sand oder den Boden gegraben. Außerdem suchen die Mitspieler Steine, kleine Holzstücke oder Muscheln, die als Spielsteine dienen.

Von einem vorgegebenen Punkt aus versuchen die Spieler nun, in das Loch zu treffen. Jeder Spieler hat pro Runde eine bestimmte Anzahl an Würfen. Die Runde geht an den Spieler, der am häufigsten getroffen hat. Um den Schwierigkeitsgrad zu steigern, kann die Entfernung zum Loch bei jeder Runde etwas größer werden.

Extra-Tipp: Ist es nicht möglich, ein Loch zu buddeln, kann auch ein Kreis auf den Boden gemalt werden. Der Kreis kann zudem in mehrere Abschnitte aufgeteilt werden, die jeweils unterschiedliche Punkte ergeben. Das Ziel ist dann, mit seinen Spielsteinen den Kreis zu treffen und Punkte zu sammeln. Wer besonders geschickt ist, kann nebenbei auch noch die Spielsteine der Mitspieler aus dem Kreis schubsen.

 

Wasserträger

Dieses Spiel bezieht das Wasser mit ein und ist deshalb gut geeignet, um sich zwischendurch etwas abzukühlen. Wichtig ist aber, dass das Wasser gut zu erreichen ist und flach abfällt. Als Utensilien werden für jeden Mitspieler ein kleiner Eimer, ein Pappbecher oder ein ähnliches Gefäß benötigt.

Die Gefäße werden an Land aufgestellt, mit ausreichend Abstand zum Wasser. Nach dem Startkommando laufen die Spieler zum Ufer, schöpfen mit ihren Händen Wasser, laufen zurück und füllen das Wasser in ihr Gefäß. Sind genug Sandschaufeln vorhanden, können anstelle der Hände auch die Schaufeln als Transportwerkzeug verwendet werden. Gewonnen hat jedenfalls derjenige, der sein Gefäß als Erster voll hat.

 

Beachminton

Beachminton ist eine Abwandlung vom klassischen Federball oder Badminton, nur dass eben am Strand gespielt wird. Bei einem Spiel treten entweder zwei einzelne Spieler oder bei einem Doppel zwei Teams aus je zwei Spielern gegeneinander an. Punkte gibt es, wenn der Ball im gegnerischen Feld auf den Boden fällt, der Ball im Netz hängenbleibt oder der Gegner den Ball ins Aus spielt.

Da das Beachminton eine recht junge Sportart ist, sind richtige Spielfelder bislang eher selten anzutreffen. Für ein nettes Strandspiel zwischendurch kann aber auf einem Volleyballfeld oder auch auf einem selbst abgesteckten Feld ohne Netz gespielt werden. Als Schläger reichen herkömmliche Federballschläger völlig aus. Nur der Federball sollte gegen einen schwereren Ball ausgetauscht werden. Denn am Wasser ist es oft recht windig. Dadurch ist ein leichter Federball weniger gut geeignet.

 

Beachvolleyball

Beachvolleyball ist ein echter Klassiker und inzwischen sogar eine olympische Disziplin. An vielen Stränden, an Baggerseen und in Schwimmbädern gibt es entsprechende Spielfelder. Pro Team stehen sich zwei Spieler gegenüber. Ein Spiel geht über zwei Sätze und um einen Satz zu gewinnen, braucht ein Team 21 Punkte bei zwei Punkten Vorsprung. Haben beide Teams beispielsweise 20 Punkte, ist der Satz also erst dann entscheiden, wenn es 22 zu 20, 23 zu 21 usw. steht.

Einen Punkt gibt es, wenn der Ball über das Netz hinweg im gegnerischen Feld auf den Boden fällt oder wenn der Gegner einen Spielfehler macht. Ein Spielfehler liegt vor, wenn der Ball gefangen wird, im eigenen Feld mehr als dreimal hintereinander berührt wird, auf der eigenen Seite im Netz hängen bleibt oder ins Aus befördert wird.

Achtung: Beachvolleyball macht sehr viel Spaß, ist aber auch sehr anstrengend. In der prallen Mittagssonne zu spielen, ist deshalb keine gute Idee. Besser ist, die Partie in die Morgen- oder frühen Abendstunden zu verlegen.

 

Gegenstände erkennen

Das Toben am Strand und das Plantschen im Wasser können ganz schön anstrengend sein. Wird es zwischendurch Zeit für eine kleine Pause oder soll der Badetag ruhig ausklingen, ist das Erkennen von Gegenständen ein schönes Spiel. Dafür drückt der Spielleiter verschiedene Dinge in den feuchten Sand. Die Mitspieler dürfen dabei natürlich nicht zuschauen.

Sind die Abdrücke fertig, müssen die Spieler raten, was da in den Sand gedrückt wurde. Gewonnen hat der Spieler, der die meisten Gegenstände richtig erkannt hat.

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Redakteure

Hier schreiben Gerry Maissen, 37 Jahre alt, Tauchlehrer und Wassersportler, Nadine Schumann, geboren 1989, Kanu und Kayak Sportlerin, die viel auf Reisen ist, sowie Herbert Motzki 54 Jahre, Geschäftsführer einer Bootbau- und Handelsfirma. Wir möchten Wissenswertes zum Wassersport, schönen Reisezielen und Tauchgebieten, sowie Technisches und Anforderungen für jegliche Schifffahrt vermitteln.

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