Die französische Ile de Re

Die französische Ile de Re

Île de Ré, Ré la Blanche, die Weiße Insel: Die kleine Insel an der Westküste Frankreichs hat viele Namen. Auf den ersten Blick scheint es so, als wären die weißen Sandstrände, die weiß gestrichenen Fassaden der Häuser und der hell blühende Oleander der Grund für die Namensgebung. Tatsächlich gehen die Bezeichnungen aber darauf zurück, dass die Insel als Salzinsel gilt.

Die französische Ile de Re

Das Salzschöpfen ist hier eine eigene Kunst und wird bis heute praktiziert. Doch was die Insel in Wahrheit ausmacht, ist die charmante Gelassenheit. Wir stellen die französische Île de Ré einmal genauer vor!:

Das Besondere an der Île de Ré

Die Île de Ré ist ein kleines Juwel an der französischen Atlantikküste. Die Insel ist 26 Kilometer lang und bis zu fünf Kilometer breit. Das schmalste Stück hat aber gerade einmal eine Breite von 100 Metern. Rund 17.500 Bewohner sind hier zu Hause. Und wer einmal auf der Insel war, wird verstehen, warum es jedes Jahr viele Urlauber hierher zieht.

Fischerboote und Yachten schaukeln verträumt im Hafen vor sich hin, eine leicht salzige Meeresbrise liegt in der Luft, die weißen Sandstrände strahlen mit den weißen Häusern um die Wette und bunte Blüten sorgen für wunderschöne Farbkleckse in den verwinkelten Gassen mit ihren rauen Mauern.

Es scheint, als würden die Uhren auf der Île de Ré langsamer ticken. Und genau diese gelassene Art ist das, was den Charme und die einmalige Atmosphäre auf der Insel ausmacht.

Die Île de Ré ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Doch wer die Alltagssorgen hinter sich lassen, durchatmen und seine Akkus wieder auffüllen oder auch das Insel-Feeling mit Wassersport kombinieren möchte, ist hier bestens aufgehoben.

Die Anreise auf die Insel

Der nächstgelegene Flughafen ist La Rochelle. Von Deutschland aus wird dieser Flughafen aber nicht direkt angeflogen. Stattdessen ist ein Zwischenstopp notwendig, meist in Paris oder Lyon.

Mit dem Bus, dem Mietwagen oder natürlich dem eigenen Fahrzeug geht es dann über eine rund drei Kilometer lange Brücke vom Festland auf die Île de Ré.

Für die Überfahrt auf der Brücke wird eine Maut erhoben. Für Autos beträgt die Gebühr je nach Saison zwischen acht und 18 Euro, Motorradfahrer bezahlen drei Euro. Wer als Fußgänger oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann die Brücke kostenfrei nutzen.

Bummeln durch Saint Martin

Der größte Ort auf der Insel ist Saint-Martin-de-Ré. Im bezaubernden Hafen mit seinen hübschen Cafés, Bistros und Boutiquen kommen Bewohner, Touristen und auch die High Society zusammen. Die Restaurants servieren Hummer, Austern und Meeresfrüchte, die Cafés locken mit süßen Köstlichkeiten. Außerdem wird gerne das eine oder andere Gläschen Pineau getrunken. Die lokale Spezialität ist eine Mischung aus Traubensaft und Cognac.

Wer sich für Kultur und Geschichte interessiert, sollte das Musée Ernest Cognacq besuchen. Dort wird die Vergangenheit des Ortes wieder lebendig. Mindestens genauso schön ist ein Spaziergang zur historischen Kirche des Ortes mit anschließender Besichtigung.

Außerdem sollte sich der Besucher den Turm Clocher Observatoire nicht entgehen lassen. Der Turm steht mitten im Zentrum von Saint Martin. Bis nach oben sind es zwar einige Treppenstufen. Doch dafür wird der Besucher mit einem herrlichen Ausblick über den Ort, die Insel und Meer belohnt.

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Die Strände auf der Île de Ré

Rund 2.800 Sonnenstunden jährlich machen die Île de Ré zu einem der beliebtesten Ferienziele in Frankreich. Wie für die Westküste typisch, herrscht auch auf der Insel ein südländisches Flair. Malerische Hafenstädtchen und verträumte Fischerdörfer sorgen für einen besonderen Charme.

Die Atlantikküste ist für weiße Sandstrände und raue Wellen bekannt. Für Segler, Surfer und andere Wassersportler ergeben sich dadurch optimale Bedingungen. Auch die Île de Ré hat traumhafte Sandstrände zu bieten.

Dazu gehören unter anderem folgende:

  • In Örtchen Le Bois-Plage-en-Ré gibt es den Plage de Gros Joncs. Er gehört zu den beliebtesten Treffpunkten für Wassersportler.

  • An der Südküste der Insel befindet sich der Plage Couarde-sur-Mer. Eingebettet in eine wunderschöne Landschaft, eignet sich der lange Strand für Familien und Wassersportler gleichermaßen.

  • Der Plage de la Conche des Baleines liegt ganz im Nordwesten der Insel. Hier kann der Besucher die wilde Natur und herrliche Ausblicke auf das weite Meer genießen.

  • Wer es etwas ruhiger mag, ist am Plage de Trousse-Chemise Der Strand umrahmt eine idyllische Bucht im Norden der Île de Ré.

Doch natürlich spricht nichts dagegen, auch kleinere und weniger bekannte Strandabschnitte aufzusuchen. Schließlich ist eine Insel von Küste umgeben, so dass der Besucher sicher ein lauschiges Plätzchen nach seinem Geschmack findet.

Inseltouren mit dem Fahrrad

Eine sehr gute Möglichkeit, um die Île de Ré auf eigene Faust zu erkunden, ist eine ausgiebige Tour mit dem Fahrrad. Das Netz aus Radwegen ist rund 100 Kilometer lang und führt von den Küsten bis zum Inneren der Insel.

So kann der Besucher am Meer entlang radeln, durch Pinien- und Kiefernwälder fahren, Sumpflandschaften entdecken oder hübsche, kleine Dörfer ansteuern.

Weil die Île de Ré größtenteils flach ist, sind die Touren nicht allzu anstrengend und auch für Familien ein schöner Zeitvertreib. Mit einem kleinen Picknick im Gepäck lässt sich die tolle Landschaft noch besser genießen.

Ein lohnenswertes Ausflugsziel ist der Leuchtturm Phare des Baleines an der Spitze der Insel. Er sieht von unten schon imposant aus und eröffnet nach dem Aufstieg ein herrliches Panorama. Mit dem Fahrrad dauert die Fahrt von Saint Martin bis zum Leuchtturm ungefähr eine Stunde.

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Hier schreiben Gerry Maissen, 37 Jahre alt, Tauchlehrer und Wassersportler, Nadine Schumann, geboren 1989, Kanu und Kayak Sportlerin, die viel auf Reisen ist, sowie Herbert Motzki 54 Jahre, Geschäftsführer einer Bootbau- und Handelsfirma und Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes zum Wassersport, schönen Reisezielen und Tauchgebieten, sowie Technisches und Anforderungen für jegliche Schifffahrt vermitteln.

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