Den Tauchschein machen – Infos und Tipps

Den Tauchschein machen – Infos und Tipps

Je nach Tauchspot sieht der Taucher völlig unterschiedliche Bilder. Mal sind es eher karge Unterwasserlandschaften mit skurrilen Formen, mal laden Schiffswracks zu Erkundungstouren ein und mal bewegt sich der Taucher durch eine wahre Farbenpracht mit bunten Korallen und exotischen Fischen.

Doch egal, wo der Taucher in die Unterwasserwelt eintaucht: Das Tauchen übt eine besondere Faszination aus. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass viele gerne einen Tauchschein machen möchten. Doch rund um den Tauchschein stellen sich gerade für Einsteiger, die sich mit dem Thema nicht ganz so gut auskennen, oft viele Fragen.

Schließlich gibt es verschiedene Tauchverbände, unterschiedliche Tauchkurse und diverse Tauchlizenzen. Dazu kommen die unzähligen Tauchschulen hierzulande und in den Urlaubsorten weltweit. Natürlich ist es da nicht ganz einfach, den Überblick zu bewahren.

In diesem Beitrag haben wir deshalb die wichtigsten Infos und Tipps für diejenigen zusammengestellt, die den Tauchschein machen möchten:

 

Eine ärztliche Untersuchung als allererster Schritt

Bevor der angehende Taucher darüber nachdenkt, einen Schnupper- oder Tauchkurs zu absolvieren, sollte er sich ärztlich untersuchen lassen. Die Untersuchung kann der Hausarzt oder auch ein spezieller Tauchmediziner durchführen. Durch die Untersuchung ist sichergestellt, dass aus körperlicher Sicht nichts gegen das Tauchen spricht. Gleichzeitig erhält der angehende Taucher eine Bescheinigung über seine Tauchtauglichkeit.

Für einen Schnupperkurs ist eine ärztliche Bescheinigung zwar nicht unbedingt notwendig und auch wenn der Tauchschein im Ausland gemacht wird, muss oft kein ärztliches Attest vorgelegt werden.

Möchte der angehende Taucher seinen Tauchschein aber in Deutschland machen und dann auch in heimischen Gewässern regelmäßig tauchen gehen, kommt er um die Untersuchung später ohnehin nicht herum. Lässt sich der Taucher bereits im Vorfeld untersuchen, lassen sich jedoch Enttäuschungen vermeiden.

Denn es wäre doch sehr schade, wenn der Taucher erst im Nachhinein feststellt, dass er beispielsweise mit dem Druck auf seinen Ohren überhaupt nicht zurechtkommt.

 

Erst ein Schnupperkurs, dann ein Tauchkurs

Spricht aus gesundheitlicher Sicht nichts gegen einen Tauchschein, sollte der angehende Taucher erst einmal einen Schnupperkurs absolvieren. Ein solcher Schnupperkurs beinhaltet eine erste Einweisung in den Umgang mit der Tauchausrüstung, ein paar leichte Übungen wie beispielsweise das Ausblasen der Tauchmaske und natürlich einen Tauchgang.

Durch den Schnupperkurs kann der angehende Taucher herausfinden, ob er sich unter Wasser wohlfühlt. Denn beim Tauchen spielt neben den körperlichen Herausforderungen auch die Psyche eine nicht unbedeutende Rolle.

Ein Schnuppertauchkurs ist nicht allzu teuer. Außerdem bieten viele Tauchschulen an, die Kosten für den Schnupperkurs auf die Kosten für den späteren Tauchschein anzurechnen. Es kann sich also lohnen, nachzufragen.

 

Die Auswahl der passenden Tauchschule

Es gibt jede Menge verschiedene Tauchverbände, mit denen die Tauchschulen und die Tauchvereine zusammenarbeiten. Der Tauchverband spielt bei der Auswahl des Anbieters, bei dem der Tauchschein gemacht werden soll, aber letztlich keine Rolle.

Denn unter allen Tauchverbänden werden letztlich die gleichen Inhalte vermittelt, nämlich der richtige Umgang mit der Tauchausrüstung und das richtige Verhalten unter Wasser. Außerdem erkennen alle Tauchverbände ihre Tauchlizenzen, die sogenannten Brevets, untereinander an. Der Taucher kann also problemlos seinen ersten Tauchschein unter einem Tauchverband machen und weitere Kurse dann unter anderen Tauchverbänden absolvieren.

Sehr viel wichtiger als der Tauchverband ist, dass der Taucher eine qualitativ hochwertige Ausbildung erhält. Das Tauchen ist für einen normalen Taucher, der den Wassersport hobbymäßig betreibt, zwar nicht unbedingt gefährlicher als diverse andere Sportarten.

Trotzdem begibt er sich beim Tauchen in eine Welt, für die der Mensch eigentlich nicht gemacht ist. Umso wichtiger ist deshalb, dass er alle Voraussetzungen und Fertigkeiten erlernt, die er für sichere Tauchgänge braucht. Deshalb sollte sich der angehende Taucher die Zeit nehmen, um sich mehrere Tauchschulen anzuschauen, sich beraten zu lassen und die Anbieter dann miteinander zu vergleichen. Doch woran erkennt der Taucher, ob es sich um eine seriöse und solide Tauchschule handelt?

Auf diese Punkte sollte der angehende Taucher achten:

  • Die Tauchschule wirkt ordentlich und aufgeräumt. Es sind genug Leihausrüstungen in verschiedenen Größen vorhanden und die Ausrüstungen machen einen gepflegten Eindruck. Auf Wunsch kann der Taucher auch einen Blick in den Kompressorraum werfen und sich anschauen, wie die Tauchflaschen gefüllt werden.
  • Der Tauchlehrer erklärt ruhig, ausführlich und verständlich, wie ein Tauchkurs abläuft, welche Übungen er beinhaltet und welche Bestandteile der Taucher absolvieren muss, um den Tauchschein zu bekommen. Der Tauchlehrer nimmt sich Zeit, um Fragen zu beantworten, und nennt die Kosten, die auf den Taucher zukommen.
  • Bei den Tauchkursen achtet die Tauchschule auf eine kleine Teilnehmerzahl. Zudem sollte immer ein Assistent anwesend sein, der den Tauchlehrer unterstützt.
  • Beim Schnuppertauchen erläutert der Tauchlehrer erst die Tauchregeln und vermittelt danach, aus welchen Bestandteilen sich die Tauchausrüstung zusammensetzt, wie die Komponenten zusammengebaut und wie sie verwendet werden. Im Wasser selbst gibt der Tauchlehrer dann individuelle Hilfestellungen und begleitet die ersten Übungen gewissenhaft.
  • Der Tauchlehrer kann zwar von seinen Tauchgängen erzählen. Er stellt sich selbst aber nicht in den Mittelpunkt und gibt nicht damit an, was er schon alles erlebt hat. Stattdessen geht er in erster Linie auf den Tauchschüler ein.

Die Kosten für einen Tauchschein

Die Kosten für einen Tauchschein können je nach Region sehr unterschiedlich ausfallen. Hierzulande kostet ein Tauchschein meist weniger als in einer typischen Urlaubsregion. Dafür können das wärmere Wasser, die besseren Sichtverhältnisse und die spannendere Unterwasserwelt für einen Tauchschein im Urlaub sprechen.

In heimischen Gewässern sollte der angehende Taucher mit ungefähr 300 bis 400 Euro für einen Gruppentauchkurs rechnen. Ein Einzelkurs ist natürlich teurer. Sollte der Tauchkurs für deutlich unter 300 Euro angeboten werden, sollte der angehende Taucher sehr genau hinsehen.

Denn zum einen kann es sein, dass der Anbieter spart, indem er beispielsweise die Anzahl der Tauchgänge reduziert oder einige Übungen weglässt. Zum anderen ist möglich, dass der angegebene Preis nur für den Kurs selbst gilt. Für das Lehrmaterial, die Leihausrüstung oder das Ausstellen des Tauchscheins kommen dann weitere Kosten dazu, durch die sich der tatsächliche Preis natürlich entsprechend erhöht.

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