Wassersport in Deutschland – 10 Tipps für den nächsten Urlaub

Wassersport in Deutschland – 10 Tipps für den nächsten Urlaub

Der Sommerurlaub steht bald vor der Tür. Also wird es Zeit, sich über das Ziel Gedanken zu machen. Und wenn der Urlaub im Zeichen von Wassersport stehen soll, ist Deutschland ein ideales Urlaubsland.

Tauchen in Ägypten? Hausboot fahren in Frankreich? Surfen auf den Kanaren? Segeln in der Karibik? Keine Frage, solche Ziele lassen die Herzen von Wassersportfans höher schlagen.

Doch wer sich im, auf oder am Wasser austoben möchte, muss keine stundenlange Auto- oder Flugreise auf sich nehmen. Auch in Deutschland gibt es jede Menge Spots, die Wassersport aller Art ermöglichen.

In diesem Sinne: Hier sind zehn Tipps für den nächsten Urlaub – und zwar von Süd nach Nord!:

 

  1. Stand-up-Paddeln auf dem Chiemsee

Das Stand-up-Paddeln findet immer mehr begeisterte Fans. Ein herrlicher Ort, um das lockere und entspannte Stehpaddeln auszuprobieren, ist der Chiemsee. Während die Touristen gerne mit dem Dampfer über das bayerische Meer schippern, um sich Herrenchiemsee und die Fraueninsel anzuschauen, kann der Stehpaddler selbst entscheiden, wann, wie und wohin er mit seinem Brett übers Wasser gleiten will.

Und wenn der Wassersportler genug vom Stand-up-Paddeln hat, kann er sein Board gegen ein Boot, ein Kajak, ein Kanu, eine Angelrute oder einfach nur eine Badematte eintauschen.

 

  1. Surfen auf dem Walchensee

Der Walchensee bei Kochel ist einer der tiefsten und gleichzeitig einer der größten Alpenseen in Deutschland. Auf einer Höhe von rund 800 Metern über dem Meeresspiegel gelegen, ist der wunderbar klare, aber auch recht kühle See vom Jochberg, dem Herzogstand und dem Karwendelgebirge eingerahmt.

Allein schon die malerische Kulisse spricht für den Walchensee. Aber dazu kommen noch die Windbedingungen. Weil sich tagsüber die Flanken von Jochberg und Herzogstand aufheizen, ziehen sie die kühle Talluft nach oben. Die eng nebeneinander stehenden Berge verursachen einen Düseneffekt, der den Wind in Richtung Nord/Nordost über den Walchensee pfeifen lässt. Diese Thermik setzt meist irgendwann zwischen 11 und 14 Uhr ein und hält bis zum späten Nachmittag an. Jedenfalls gilt der Walchensee als eines der schönsten Surfreviere in Deutschland.

Möchte sich der Wassersportler anderweitig austoben, kann er Boot fahren, segeln, tauchen, baden oder angeln. Und wenn auch das noch nicht reicht, befindet sich nur einen Steinwurf entfernt mit dem Kochelsee ein zweiter perfekter Wassersport-Spot.

 

  1. Paddeln im Bodensee

Wenn es um Wassersport in Deutschland geht, darf der Bodensee natürlich nicht fehlen. Vor allem Kajakfahrer und Kanuten kommen hier voll auf ihre Kosten. Das örtliche Kanuzentrum betreibt über 20 Kanustationen. Hier kann sich der Wassersportler das benötigte Equipment ausleihen und zu kurzen Touren oder Tagestrips aufbrechen. An seinem Ziel angelangt, kann er das Sportgerät an jeder Station auch wieder abgeben. Um den Rücktransport muss er sich also nicht kümmern.

Aber natürlich hat der Bodensee in Sachen Wassersport noch weit mehr zu bieten. Segeln, Wasserski, Wakeboard, Surfen oder Stand-up-Paddling sind nur ein paar Möglichkeiten. Und nach einem anstrengenden Aktivtag kann es sich der Wassersportler in einem der vielen Strandbäder gemütlich machen.

 

  1. Tauchen bei Leipzig

Der Kulkwitzer See ist aus einem Braunkohletagebau entstanden. Mit einer Fläche von rund 170 Hektar ist er zwar eher klein. Doch die hervorragende Wasserqualität macht ihn zu einem der beliebtesten Tauchspots in Europa. Drei Taucheinstiege, Unterwasserplattformen und versunkene Tauchobjekte bieten Tauchern optimale Bedingungen für spannende Tauchgänge. Am Nordufer wiederum wartet ein Schlepplift auf die Wakeboarder.

Abgerundet wird das Angebot durch einen Bootsverleih, ein Strandbad und einen Hochseilgarten. Der Kulkwitzer See ist aber nur eine Möglichkeit, um in der Nähe von Leipzig Urlaub am Wasser zu machen. Zum Leipziger Neuseenland gehören nämlich noch einige andere Seen.

 

  1. Strandfeeling in Haltern

Wer einen Strandurlaub erleben möchte, muss nicht unbedingt an die Nord- oder Ostsee fahren. Mitten in Deutschland, genauer gesagt zwischen dem Ruhrgebiet und dem Münsterland, befindet sich das Seebad Haltern. Idyllisch am Haltener Stausee gelegen, laden ein rund 800 Meter langer Sandstrand und eine etwa 30.000 m2 große Wasserfläche zum Sonnenbaden, Schwimmen, Tauchen, Surfen und Segeln ein. Besonders beliebt sind dabei die Strandkörbe, die am Ufer verteilt sind und echtes Strandfeeling vermitteln. Im Seebad finden außerdem regelmäßig verschiedene Events statt, darunter beispielsweise das alljährliche Drachenbootrennen.

  1. Kitesurfen bei Hannover

Das Steinhuder Meer vor der Haustür Hannovers hat sich zum Zentrum der Kite-Surfer entwickelt. Ideale Windbedingungen und ein angenehm warmes Wasser sorgen dafür, dass sich Kite- aber auch Windsurfer hier so richtig austoben können. Daneben gehört das Steinhuder Meer zu den traditionsreichsten Segelrevieren in Deutschland. Mitunter sind mehrere hundert Segler unterwegs und sorgen für einen beeindruckenden Anblick.

Das Steinhuder Meer ist regelmäßig Austragungsort von Wettfahrten und Meisterschaften in verschiedenen Bootsklassen. Und die lange Tradition hat ein paar Besonderheiten hervorgebracht. Hierzu gehören beispielsweise die Auswanderer. Hierbei handelt es sich um teilweise über 100 Jahre alte Segler, die es nirgendwo anders gibt. Eine weitere Besonderheit ist die Postboje, die einmal pro Woche geleert wird und Briefe- oder Postkartenschreiber mit einem seltenen Poststempel belohnt.

Wer es etwas ruhiger angehen möchte, kann sich auf die riesige, künstlich angelegte Badeinsel zurückziehen. Hier warten ein Sandstrand, großzügige Liegeflächen und viele Spielgeräte. In den flachen Uferzonen können Kinder prima spielen und Sandburgen bauen. Das gesunde, moorhaltige Wasser wiederum lädt zum Baden und Schwimmen ein.

 

  1. Wasserski in Hamburg

Wer Wasserski oder Wakeboard fahren möchte, ist in Hamburg genau richtig. Nur etwa 15 Autominuten vom Hamburger Stadtzentrum entfernt, wartet eine Fünf-Mast-Wasserskianlage. Anfänger werden hier von erfahrenen Lehrern eingewiesen und mit Tipps und Tricks ausgerüstet, so dass den ersten Runden auf dem Wasser nichts mehr im Wege steht.

Fortgeschrittene können an verschiedenen Hindernissen unter Beweis stellen, was sie draufhaben. Und zum anschließenden Entspannen lädt die riesige Holzterrasse mit Biergarten, cooler Musik und herrlichem Blick auf den See ein.

 

  1. Segeln in Holstein

Der Große Plöner See liegt in der Holsteinischen Schweiz, etwa 30 Kilometer südöstlich von Kiel. Mit einer Größe von rund 30 Quadratkilometern und konstanten, aber mäßigen Winden bietet der See optimale Bedingungen für Segler. Aber auch mit dem Surfbrett, dem Kanu, einem Ruderboot oder einem Tretboot lassen sich Runden über den See drehen. Wer es ruhiger angehen möchte, kann es sich an einem der zahlreichen Naturstrände gemütlich machen oder zur Angel greifen.

 

  1. Inselträume bei Berlin

Gerade einmal acht Kilometer nördlich von Berlin ist mit dem Liepnitzsee einer der saubersten Seen in Brandenburg zu finden. Das Herzstück des Sees ist die Insel Großer Werder. Zu erreichen ist die Insel mit einer alten, charmanten Fähre namens Frieda.

Die Fähre setzt jeden Tag ab 10 Uhr morgens bis eine Stunde vor Sonnenuntergang im Stundenrhythmus von den Anlegestellen Ützdorf Nord- und Südufer auf die Insel über. Andere motorbetriebene Gefährte sind auf dem See nicht erlaubt. Auf der Insel gibt es ein Ausflugslokal, einen Zeltplatz und natürlich tolle Strände. Wer Ruhe und Erholung sucht und ein bisschen Inselfeeling genießen möchte, ist hier also genau richtig.

 

  1. Hausboot fahren in Mecklenburg

Die Mecklenburgische Seenplatte wird auch das Land der 1.000 Seen genannt. Tatsächlich sind es aber sogar noch ein paar Seen mehr. Damit ist die Region das größte, vernetzte Wassersportrevier in Europa. Wer einen besonderen Urlaub erleben möchte, kann sich ein Hausboot mieten und gemütlich über die Großseenplatte mit der Müritz, dem Kölpinsee, dem Fleesensee und dem Plauer See schippern. Ein Sportbootführerschein ist dafür nicht erforderlich. Bevor es losgeht, gibt es eine dreistündige Einweisung, Wasserkarten und allerlei weitere Unterlagen.

Als echtes Wassersportparadies stehen aber natürlich noch weit mehr Möglichkeiten zur Auswahl. So kann der Wassersportler unter anderem ein Floß entern, Kanu fahren, segeln, surfen, tauchen, sich auf Wasserskiern versuchen, schwimmen, baden oder angeln. Langweilig wird es also bestimmt nicht!

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