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Vor- und Nachteile von Schwimmwesten und von Rettungswesten 

Eine Schwimm- oder Rettungsweste gehört eigentlich zur Standardausrüstung für jeden Kanuten und Kajakfahrer und die meisten Paddler tragen ihren Westen auch, denn nur auf diese Weise ist sichergestellt, dass sie ihre Funktion im Unglücksfall auch erfüllen können.

Dabei kann der Wassersportler selbst entscheiden, ob er auf eine Schwimmweste oder auf eine Rettungsweste zurückgreifen möchte und beide Typen von Westen haben jeweils Vor- und Nachteile.

 

Hier dazu eine Übersicht: 

 

 

Schwimmwesten 

Bei Schwimmwesten handelt es sich um Feststoff-Schwimmwesten, die offiziell als Schwimmhilfen bezeichnet werden.

 

Die Vorteile von Schwimmwesten sind:

       

Schwimmwesten kennzeichnen sich durch den ständigen Auftrieb, der es erleichtert, auf der Wasseroberfläche zu treiben. 

       

Durch die Polsterung schützen Schwimmwesten, wenn der Paddler beispielsweise unsanft auf ein Felshindernis trifft.

       

Insgesamt halten Schwimmwesten warm, auch wenn sie nur als zusätzliche Kälteisolierung neben dem Neopren- oder Trockenanzug fungieren.

       

Teilweise verfügen Schwimmwesten über zahlreiche Taschen, in denen Ausrüstung und Zubehör wie beispielweise Schleppleinen, Seenotsignalmittel oder Taschenlampen verstaut werden können.

 

Diesen Vorteilen stehen folgende Nachteile gegenüber:

       

Schwimmwesten sind nicht ohnmachtsicher.

       

Schwimmwesten tragen auf und können daher langfristig etwas unbequem sein.

       

Durch den Auftrieb, der ja zu den Vorteilen gehört, wird das Schwimmen deutlich erschwert und ein Abtauchen nahezu unmöglich. Zudem können Taschen und andere Ausstattungsmerkmale den Wiedereinstieg erschweren, weil die Gefahr besteht, eben daran hängen zu bleiben.

       

Durch den Schaumstoff, der als Auftriebskörper dient, beschädigt werden kann und altert, ist die Lebensdauer von Schwimmwesten eingeschränkt. 

 

Rettungswesten 

Die Vorteile von Rettungswesten, die per Handauslösung automatisch aufgeblasen werden können, sind die folgenden:

       

Kommt es zu einem Unglücksfall und verliert der Paddler den Kontakt zu seinem Boot oder kann er aufgrund einer Verletzung, eines Koordinierungsverlustes oder einer starken Unterkühlung nicht mehr aus eigener Kraft wiedereinsteigen, kann der Auftriebskörper aufgeblasen werden.

Dadurch wird der Paddler in eine ohmachtsichere Lage gedreht und dort gehalten, so dass ein Ertrinken auch im Fall einer Ohnmacht verhindert werden kann.

       

Rettungswesten tragen nicht auf und bewirken keine Hitzestauung. Zudem behindern sie weder beim Schwimmen und beim Abtauchen noch beim Wiedereinstieg, solange sie nicht aufgeblasen sind.

       

In den meisten Fällen sind Rettungswesten mit reflektierenden Streifen ausgestattet, so dass der Paddler auch in der Dunkelheit noch gefunden werden kann. Außerdem verfügen alle Rettungswesten über eine Signalpfeife, durch die sich der in Seenot geratene Paddler bemerkbar machen kann.

 

 

Allerdings haben Rettungswesten auch Nachteile:

       

Sind Rettungswesten nicht aufgeblasen, liefern sie keinen Auftrieb, der aber gerade für Anfänger wichtig sein kann, um sich auf dem Wasser halten zu können.

       

Meist verfügen Rettungswesten über höchstens eine Tasche, so dass sämtliches Zubehör im Boot verstaut werden muss und im Fall einer Kenterung dann nicht verfügbar ist.

       

Es kann passieren, dass die Rettungsweste versehentlich aufgeblasen wird, beispielsweise weil das Zugband durch Hängen bleiben beim Einstieg ausgelöst wird. Dies wiederum macht es notwendig, dass eine Ersatzpatrone mitgeführt wird.

       

Rettungswesten wollen gepflegt werden. Hierzu gehört, dass sie nach jedem Seegang gründlich mit Süßwasser gespült werden müssen, zudem sollten sie alle zwei Jahre zur Inspektion eingeschickt oder zumindest regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüft werden. 

 

Schwimmweste oder Rettungsweste? 

Für Anfänger und bei Touren entlang der Küsten sind Schwimmwesten eine gute Wahl, denn sie helfen durch den Auftrieb dabei, auf der Wasseroberfläche zu bleiben, auch wenn sie im Fall von Ohnmacht nur bedingt vor dem Ertrinken schützen.

Zudem sind Schwimmwesten ein guter Aufprallschutz und benötigen keine Zubehörteile wie beispielsweise Gaspatronen.

Rettungswesten sind bei Fahrten hinaus aufs Meer wohl die bessere Wahl, denn sie behindern während der Fahrt nicht, sind leicht aufzublasen und schützen, sofern die richtige Größe gewählt wurde, auch im Fall einer Ohnmacht vor dem Ertrinken.

 

Video-Beispiel zu einer Übung mit Rettungswesten und Rettungsinseln:

 

 

 

Thema: Vorteile und nachteile von Schwimmwesten und Rettungswesten

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