Infos rund ums Bodyboarden, 2. Teil

Infos rund ums Bodyboarden, 2. Teil

Der Wassersport ist um eine Trendsportart mit riesigem Spaßfaktor reicher. Das Bodyboarden ist eine Variante vom Wellenreiten und die Fangemeinde wächst stetig.

Grund genug, sich diese Sportart einmal näher anzuschauen. In einem zweiteiligen Ratgeber stellen wir die wichtigsten Infos rund ums Bodyboarden zusammen. Dabei ging es im 1. Teil um das Sportgerät als solches.

Und hier ist der 2. Teil!

 

Die Ausstattung fürs Bodyboarden

Im Prinzip wird für das Bodyboarden nur ein Bodyboard benötigt. In der einfachen, sehr puristischen Variante ist die Ausstattung damit schon komplett. Allerdings gibt es ein paar Dinge, die mit Blick auf den Fahrspaß und die Sicherheit äußerst nützlich sind.

  • Bodyboard-Flossen: Die Flossen helfen beim Anpaddeln, verlängern die Zeit, in der der Bodyboarder auf einer Welle reiten kann, und machen die erneute Rückkehr vom Ufer in Richtung Wellen einfacher. Vergleichen mit Schwimm- oder Taucherflossen sind die Flossen fürs Bodyboarden kürzer. Dadurch wird ein schnellerer Beinschlag möglich. Hochwertige Flossen sind im Fußbereich weich und im Bereich der Knöchel versteift. Dies stellt einerseits ein angenehmes Tragegefühl sicher und erhöht andererseits die Effizienz des Beinschlags. Bei den ersten Malen sollte der Bodyboarder den Einsatz der Flossen aber nicht übertreiben. Denn wenn seine Muskeln solche Belastungen nicht gewöhnt sind, drohen böse Krämpfe.
  • Neoprenanzug: Im Eifer des Gefechts kann es passieren, dass der Bodyboarder nicht bemerkt, dass er allmählich auskühlt. Andersherum kann der Bodyboarder die Zeit vergessen und sich einen heftigen Sonnenbrand holen. Beides lässt sich vermeiden, wenn der Bodyboarder einen Neoprenanzug trägt. Bei kühleren Luft- und Wassertemperaturen ist der Bodyboarder mit einem fünf bis sechs Millimeter dicken Schutzanzug auf der sicheren Seite. Im Sommer genügt mitunter auch ein Neoprenanzug, der nur drei Millimeter dick ist oder als Shorty daherkommt.
  • Bodyboard-Leash: Eine Leash ist eine Schnur, die verhindert, dass der Bodyboarder sein Brett verliert. Meistens ist ein Bodyboard bereits ab Hersteller mit einer Leash ausgestattet. Doch falls nicht, lässt sie sich nachrüsten. Dabei gibt es die Leashes in zwei verschiedenen Varianten. Eine Straight Leash ist eine gerade Kunststoffleine mit einer Ummantelung aus Polyester. Im Unterschied dazu ist eine Coiled Leash eine Leine, die ähnlich wie eine Telefonschnur in sich verdreht ist und sich bei Zug verlängert. Befestigt wird die Leash mittels Klettband entweder am Oberarm oder am Knöchel.

Die Technik – so funktioniert Bodyboarden

Wie bei jeder anderen Sportart braucht es auch beim Bodyboarden ein wenig Übung. Und wie so oft sieht es bei denjenigen, die es beherrschen, leichter aus als es ist.

Doch keine Sorge: Das Bodyboarden lässt sich sehr schnell erlernen. Denn im Prinzip muss der Bodyboarder nur lernen, richtig zu paddeln und auf die Wellen aufzuspringen.

 

Das Paddeln

Beim Paddeln gibt es drei Möglichkeiten. So kann der Bodyboarder mit den Beinen, mit den Armen oder mit den Beinen und den Armen paddeln.

Um mit den Beinen zu paddeln, legt sich der Bodyboarder so auf sein Brett, dass sich seine Hüfte etwas oberhalb der hinteren Brettkante befindet. Seine Beine streckt er gerade ins Wasser. Mit seinen Händen umgreift er die Spitze des Boards, während er seine Ellenbogen leicht anwinkelt und locker auf dem Brett ablegt.

Der Beinschlag wird ausgeführt wie beim Kraulen, also indem der Bodyboarder seine Beine regelmäßig auf und ab bewegt. Dabei sollte der Bodyboarder aber darauf achten, dass seine Flossen immer unter der Wasseroberfläche bleiben. Dadurch bewegt er sich schneller vorwärts und der Beinschlag kostet weniger Kraft.

Beim Paddeln mit den Armen verlagert der Bodyboarder sein Körpergewicht weiter nach vorne. Sein Gesicht sollte sich dabei ungefähr auf Höhe der Spitze des Boards befinden und seine Hüfte komplett auf dem Board aufliegen. Dann hebt er seine Brust etwas an, so dass sein Rücken ein leichtes Hohlkreuz bildet. Mit dem Blick nach vorne gerichtet, zieht er seine Arme nun abwechselnd und in fließenden Bewegungen durch das Wasser.

Möchte der Bodyboarder mit den Beinen und den Armen paddeln, nimmt er die Position für den Beinschlag ein. Außerdem bildet er kein Hohlkreuz, sondern nutzt seine Brust, um das Board nach unten zu drücken. Die Kombination aus Arm- und Beinschlag sorgt dafür, dass sich der Bodyboarder schnell vorwärts bewegen kann. Allerdings ist diese Variante auch sehr anstrengend. Um einer schnellen Ermüdung vorzubeugen, ist der Bodyboarder deshalb besser beraten, wenn er im Wechsel mit den Armen und den Beinen paddelt.

 

Das Reiten auf der Welle

Der eigentliche Spaß beim Bodyboarden besteht nicht im Paddeln auf dem Board, sondern im Reiten auf den Wellen. Und ob der Bodyboarder eine Welle erwischt oder ob sie unter ihm durchrollt, ohne ihn mitzunehmen, hängt in erster Linie vom Anpaddeln und von der Körperhaltung ab.

Richtig geht es so: Ungefähr dort, wo die Wellen brechen, positioniert der Bodyboarder sein Board parallel zu den Wellen. Dabei liegt er etwa bis zur Hüfte mit leicht aufgerichtetem Oberkörper auf seinem Brett. Ein Arm umgreift eine Seitenkante, mit dem anderen Arm hält er die Spitze des Boards fest.

Wichtig ist, dass der Bodyboarder mittig auf dem Brett liegt und das Board gerade auf dem Wasser treibt, also weder nach rechts noch nach links wegkippt. Sobald er eine Welle kommen sieht, dreht er sich mit zwei, drei schnellen Beinschlägen so um, dass er die Welle direkt hinter sich hat. Dann heißt es Gas geben!

Der Bodyboarder sollte mit seinen Füßen und dem Arm, der eben die Seitenkante umgriffen hat, so schnell wie möglich paddeln, um Geschwindigkeit aufzunehmen. Hat er genug Geschwindigkeit, wird ihn die Welle erfassen und mitnehmen. Reicht die Geschwindigkeit hingegen nicht, rollt sie einfach unter ihm durch.

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