| Die wichtigsten Regeln beim Surfen |
Die wichtigsten Regeln beim SurfenWer an Surfer denkt, hat vor allem gut gebaute, braun gebrannte Sportler vor Augen, die mit einem verschmitzen Lächeln auch die größten Wellen scheinbar problemlos beherrschen, in beeindruckender Weise über die Wellen reiten und insgesamt einen freundlichen, spaßigen Umgangston mit einem Hauch von Abenteuer pflegen. Allerdings gibt es auch beim Surfen und Wellenreiten einige Grundregeln, die jeder kennen sollte. Bei diesen Regeln geht es zum einen um Verhaltensregeln und einen rücksichtsvollen Umgang miteinander, um sich gegenseitig nicht in die Quere zu kommen und zu behindern.
Zum anderen geht es aber auch um die Sicherheit und darum, weder sich selbst noch andere zu gefährden.
Hier daher die wichtigsten Regeln beim Surfen kompakt zusammengefasst:
Vorher informieren Jeder Spot hat seine eigenen Regeln. Das bedeutet, der Surfer sollte sich vorher immer darüber informieren, welche Verhältnisse am Spot herrschen, also wo beispielsweise Strömungen, Felsen oder sonstige Gefahren lauern. Zudem sollte sich der Surfer über die allgemeinen Verhaltensregeln informieren, um weder sich noch andere zu gefährden und Unfälle sowie Verletzungen zu vermeiden. An jedem Spot gibt es Hinweistafeln, auf denen die wichtigsten Regeln und Hinweise nachgelesen werden können. Vor allem Anfänger können sich aber auch an einheimische Surfer, die sogenannten Locals wenden.
VorfahrtsregelnGrundsätzlich gilt, dass der Surfer, der sich am nächsten am brechenden Teil der Welle befindet, Vorfahrt hat und diese Welle surfen darf. Das bedeutet, dass für alle anderen Surfer Drop Ins tabu sind, sie in Laufrichtung gesehen also nicht noch vor ihm in die Welle einsteigen dürfen. Befinden sich zwei Surfer nebeneinander und ist die Brechungsrichtung der Welle nicht definierbar, hat der Surfer Vorfahrt, der als erster einen Turn ausführt, der seine bevorzugte Fahrtrichtung deutlich erkennbar anzeigt. Der andere Surfer muss seine Fahrtrichtung dann so anpassen, dass er den Surfer mit Vorfahrtsrecht nicht behindert. Dies ist dadurch möglich, dass der zweite Surfer entweder in die entgegen gesetzte Richtung fährt oder hinter dem Surfer mit Vorfahrtsrecht bleibt. Der andere Surfer muss in diesem Fall die Fahrtrichtung freigeben. Erfolgt auch das Aufrichten zeitgleich, können beide Surfer die Welle nebeneinander oder in unterschiedlichen Fahrtrichtungen abfahren, müssen aber in jedem Fall verhindern, dass es zu einer Kollision kommt. Warten auf Wellen und Paddeln
Tabu ist es, um wartende Surfer herumzupaddeln, um sich selbst die beste Position zu sichern. Ein solches Verhalten wird als Snaken bezeichnet und gilt als absolut unfair und unhöflich. Gleiches gilt für das Hinein- und Herumpaddeln. Auch hier darf ein anderen Surfer nicht daran gehindert werden, eine Welle zu nehmen. Paddelt jemand herum und kommt ihm dabei ein Surfer auf einer Welle entgegen, muss der herumpaddelnde Surfer in Richtung Weißwasser ausweichen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden.
SicherheitsaspekteSein Borad sollte der Surfer nur in Ausnahmefällen und auch nur dann loslassen, wenn sich kein anderer Surfer in seiner Nähe befindet. Im Notfall, allerdings auch tatsächlich nur im Notfall, kann der Surfer sein Board loslassen und ohne Brett unter der Welle durchtauchen. Beim Auftauchen macht es Sinn, mit den Händen nach oben aufzutauchen, um nicht an einer ungünstigen Stelle von dem Brett getroffen zu werden. Zudem sollte der Surfer möglichst nicht direkt hinter einem anderen Surfer paddeln. Kommt auf diesen nämlich eine große Welle zu und lässt dieser das Brett plötzlich los, könnte der Surfer dahinter von eben diesem Brett getroffen werden.
Das Surfen soll in erster Linie Spaß machen. Dies wird aber nur dann gelingen, wenn jeder auf den anderen Rücksicht nimmt, höflich ist und Respekt zeigt. Vor allem absolute Anfänger sollten sich deshalb zunächst besser Spots suchen, die etwas abseits liegen. Sie können dadurch in Ruhe üben und vermeiden gleichzeitig, andere, erfahrene Surfer zu behindern. Außerdem sollten Surfer Rücksicht auf das Umfeld und die Natur nehmen. Das bedeutet, unnötiger Krach und Lärm sind genauso überflüssig wie das Überqueren von Privatland, das nicht zu dem Spot gehört. Außerdem soll der Strand ja auch für die anderen Surfer möglichst lange erhalten und angenehm bleiben. Insofern sollte es selbstverständlich sein, seinen Müll nicht einfach liegen zu lassen.
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